Artenschutz trotz Klimawandel : Zugvögel, die fragilen Kontinentalflieger

Wie eine Begegnung in Nairobi den Blick auf die bunte Avifauna in Kenia lenkte – und das Interesse am Schicksal unserer Zugvögel schürte: Sie haben Netze und noch vieles mehr zu fürchten.
Morgens um sieben ist die Vogelwelt von Nairobi wieder in bester Ordnung. Zumindest rings um das Nationalmuseum, wenn es sich um einen regenfreien Dienstag handelt und sich die Ornithologen hier zur Übung treffen: Vögel bestimmen, vermessen – und beringen. „Visitors are welcome“, heißt es auf der Internetseite „Nature Kenya“ der East Africa Natural History Society. Als wir kurz nach halb acht dazustießen, trafen wir auf eine Gruppe konzentriert arbeitender Menschen. Obwohl sich die Gespräche schnell auch um Krieg, Weizenaufstände, Vogelmord und andere todernste Themen drehen sollten, bot sich uns im Museumspark eine beruhigend friedfertige Szenerie, über der ein besonderer Zauber lag. Warum, das zeigte sich erst auf den zweiten Blick.


