Von Hartz IV bis Riester-Rente : Diese Politiker haben die deutsche Wirtschaft reformiert

Eine Mischung aus Zwang und Einsicht hat in der Vergangenheit wichtige Wirtschaftsreformen hervorgebracht. Wer traut sich heute ins Risiko?
„Angst vor Arbeitslosigkeit“, „Die Industrie wandert ab“, „Jedes Jahr fehlen 30 Milliarden“: Was klingt wie die Schlagzeilen von heute, sind solche aus den Jahren um die Jahrtausendwende. Damals galt Deutschland als der „kranke Mann Europas“, der dringend umfassende wirtschaftliche Reformen benötigte. Zwar gibt es bislang „nur“ drei Millionen Euro Arbeitslose und nicht wie damals mehr als fünf Millionen. Doch Ökonomen sind sich einig, dass die wirtschaftliche Lage ähnlich gravierend ist wie vor zwanzig Jahren. In der Haushaltsplanung bis 2029 klafft trotz Rekordschulden eine 170-Milliarden-Euro-Lücke, die Sozialabgaben steigen immer weiter und machen zusammen mit hohen Steuern und überbordender Bürokratie den Standort Deutschland unattraktiv. Die Industrie fährt ihre Produktion in Deutschland herunter. 150.000 meist gut bezahlte Arbeitsplätze hat die volkswirtschaftlich so wichtige Branche binnen eines Jahres gestrichen.
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