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Corona und Kinderbetreuung : Rabenväter? Von wegen!

In der Corona-Zeit wurden mehr Väter zu Hauptbetreuern ihrer Kinder. Bild: Imago

In der Corona-Zeit mussten sich Eltern viel mehr um ihre Kinder kümmern. Das haben längst nicht nur die Mütter gemacht.

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          Auf Frankfurts Spielplätzen war in den vergangenen Monaten ein ungewohntes Bild zu sehen, zumindest wenn man die richtigen Stadtviertel besuchte. Da standen am helllichten Tag ausgewachsene Männer, die man mit ihren Kindern sonst nur am Sonntagmorgen beim Bäcker sieht oder vielleicht noch auf einer Radtour am Samstag, und sie schubsten an Schaukeln, reichten Hände aufs Klettergerüst oder fingen ihre Kleinen am Rutschenauslauf auf.

          Patrick Bernau
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Eigentlich war mit so vielen Männern auf dem Spielplatz nicht zu rechnen, zumindest nicht nach der Prognose von Jutta Allmendinger, der Präsidentin des Berliner Wissenschaftszentrums für Sozialforschung (WZB). „Eine Rollenverteilung zwischen Müttern und Vätern, die jener in der Generation unserer Eltern und Großeltern entspricht“, sei „belegt“, rief sie schon im Mai in einem Beitrag für die „Zeit“ aus. Nun sieht so eine Rollenverteilung aus den 50er Jahren wochentags keine Männer auf dem Spielplatz vor. Doch Allmendinger war nicht die Einzige. „Corona-Krise erschwert Vereinbarkeit von Beruf und Familie vor allem für Mütter“ hieß ein Bericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

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