https://www.faz.net/-gqe-a0ufi

Wirecard : Pleite, Pannen und Versager

Die Wirecard-Zentrale in Aschheim bei München Bild: EPA

Der Wirecard-Skandal legt schonungslos die Schwächen und Organisationsmängel der deutschen Finanzaufsicht offen. Wichtige Aufgaben wurden an externe Stellen ausgelagert. Eine Rekonstruktion.

          6 Min.

          Vor anderthalb Monaten war der Wirecard-Chef noch obenauf: „Wenn sich der ganze Lärm und Staub gelegt hat, dann wird Wirecard ein Unternehmen sein, das dieses Jahr eine Milliarde Euro Ebitda generiert und mit am schnellsten in der Branche wächst“ – so schrieb Markus Braun am 17. Mai auf Twitter. Aus heutiger Sicht wirkt die Durchhalteparole an seine leidgeprüften Aktionäre bizarr. Die Frage stellt sich: Sprach da ein unwissendes Opfer finsterer Machenschaften in dem von ihm geführten Unternehmen oder aber ein skrupelloser Täter mit hoher krimineller Energie? Die Antwort zu finden, damit werden die Strafverfolger noch jahrelang beschäftigt sein.

          Marcus Theurer

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Am Ende ist alles rasend schnell gegangen bei Wirecard. Vor weniger als zwei Wochen konnten zumindest die ganz großen Optimisten unter den Aktionären noch hoffen, dass sich doch noch irgendwie alles zum Guten wenden werde. Am Donnerstag, den 18. Juni, begann dann der finale Absturz der Wirecard-Aktie. Statt endlich seinen überfälligen Jahresabschluss zu veröffentlichen, beichtete der Konzern, dass auf Treuhandkonten in Asien Bargeld-Guthaben von 1,9 Milliarden Euro spurlos verschwunden seien. Die Summe entsprach rund einem Viertel der gesamten Bilanzsumme von Wirecard.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Noch eine reine Idylle, soll sie bald für den nächsten „Mission: Impossible“-Teil von Tom Cruise in die Luft gesprengt werden: Die majestätisch in dreißig Metern Höhe über den Bober schwingende Stahlfachwerkbrücke des Ingenieurs Otto Intze von 1905.

          Cruise bedroht Brücke : Was die Wehrmacht nicht schaffte

          Mission: Unmöglich! Tom Cruise will für seinen neuen Film eines der schönsten Brückenmonumente Polens sprengen. Wenn er damit durchkommt, wäre das ein Skandal.
          Die Amerikanerin Donna Pollard wurde als Minderjährige verheiratet.

          Hochzeit mit 16 Jahren : Amerikas Kinderbräute

          In den Vereinigten Staaten werden immer wieder Mädchen mit älteren Männern verheiratet. Oft ist das schlicht Missbrauch.