Thyssen-Krupp-Chef Hiesinger : Ohne Bugwelle

Heinrich Hiesinger, Vorstandsvorsitzender von Thyssen Krupp, hat sich viel vorgenommen: Er will dem Konzern eine neue Unternehmenskultur geben. Nun zerschneidet er alte Seilschaften - ohne die Belegschaft zu verprellen.
Als Gerhard Cromme, der Aufsichtsratsvorsitzende von Thyssen-Krupp und Siemens, im Frühjahr 2010 Heinrich Hiesinger in München abwarb und auf den Chefsessel nach Essen holte, sahen viele darin eine Schwächung des traditionsreichen Stahlkonzerns: Für den starken Ekkehard Schulz, der Thyssen-Krupp seit der Fusion der beiden Revierkonzerne 1999 führte, nun ein handzahmer Manager auf dem Chefsessel in Essen, über den der Aufsichtsratsvorsitzende nun leichteren Einfluss haben würde, so wurde spekuliert.





