„Die Lage im Kongo ist sehr schwierig“
Die Menschenrechtsbeauftragte des Volkswagen-Konzerns steht vor gewaltigen Aufgaben. Das Lieferkettengesetz setzt die Wirtschaft unter Zugzwang. Auch andere Länder erhöhen den Druck.
In der nordwestchinesischen Provinz sind schwere Menschenrechtsverletzungen dokumentiert. Jetzt verkauft der deutsche Autobauer sein umstrittenes Werk. Gleichzeitig wird eine wichtige Partnerschaft in China verlängert.
Die Menschenrechtsbeauftragte des Volkswagen-Konzerns steht vor gewaltigen Aufgaben. Das Lieferkettengesetz setzt die Wirtschaft unter Zugzwang. Auch andere Länder erhöhen den Druck.
Der Konzern verteidigt sein umstrittenes Werk in Westchina, doch der Streit um den Standort geht weiter.
Die Fabrik sei gut für die Menschen in Xinjiang, betont Konzernvorstand Brandstätter nach einer Reise in die Region. Doch die Kritik wächst – auch in den eigenen Reihen.
Wegen der Lage der Uiguren in China schadet das Werk im Nordwesten des Landes dem Ruf von Volkswagen. Die Politik erhöht den Druck auf den Konzern. Und auch der Kapitalmarkt warnt vor Risiken.
Nach einem tödlichen Brand in der chinesischen Stadt Urumqi haben wütende Menschen in der Wirtschaftsmetropole Shanghai ein Ende der Corona-Lockdowns und den Rücktritt des chinesischen Präsidenten Xi Jinping gefordert.
Chinas Regierung sperrt Tausende Muslime in der abgelegenen Region in Lager. Auch deutsche Konzerne betreiben vor Ort Werke. Sie geraten dafür nun unter Druck – und halten sich bedeckt.
Seit Mai geht China hart gegen Terrorverdächtige vor. In der Unruheprovinz Xinjiang sind jetzt acht Männer hingerichtet worden. Drei von ihnen sollen einen Anschlag in Peking verübt haben.
Uigurische Separatisten sollen für den Anschlag am Samstag in Kunming verantwortlich sein. Die Bevölkerungsgruppe aus dem Nordwesten Chinas wird oft für Unruhen verantwortlich gemacht.
Chinas Antwort auf den Anschlag im Zentrum Pekings sind mehr Kontrollen von Uiguren und Tibetern. Polizisten patrouillieren durch die Provinzhauptstadt Urumqi, Flüge in die Region werden stärker kontrolliert.
Ende der Woche soll die neue VW-Fabrik im Westen Chinas eröffnet werden - obwohl noch nicht alle Werke fertig sind. Viele Autoteile müssen aus anderen Produktionsorten geliefert werden.
Das Wachstum in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt schwächt sich ab. Viele Ökonomen beunruhigt das nicht, denn der Westen des Landes bietet noch riesiges Potential. Hier lagern nicht nur Rohstoffe. Im Westen Chinas leben mehr Menschen als in den Vereinigten Staaten.
Hannover, Wolfsburg, Peking: Die Deutschen hofieren die Chinesen. Die freie Welt wird von der unfreien abhängiger. Und auch ethisch ist es bedenklich, das repressive System weiter zu stärken.