Gerhard Cromme Alle Nachrichten und Informationen der F.A.Z. zum Thema

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Weitere Milliardenabschreibungen: Thyssen-Krupp schüttelt sich durch

Mitten in der tiefsten Krise der Unternehmensgeschichte trennt sich der Stahl- und Industriekonzern Thyssen-Krupp AG auf einen Schlag von allen drei schon seit Jahren im Konzern tätigen Vorständen. Mit diesem für die deutsche Unternehmenslandschaft einzigartigen Einschnitt an der Konzernspitze will der vom Großaktionärsvertreter Gerhard Cromme geführte Aufsichtsrat dem seit Anfang 2011 amtierenden Vorstandsvorsitzenden Heinrich Hiesinger und seinem Finanzvorstand Guido Kerkhoff unbelastete Aufräumarbeiten ermöglichen. Hiesinger und Kerkhoff sowie der Personalvorstand sind damit die einzigen verbleibenden Vorstandsmitglieder von Thyssen-Krupp - mehr werden es nach Informationen dieser Zeitung so bald auch nicht werden. Die Herausforderungen des kleinen Vorstands sind umso größer: Bereinigt werden muss vor allem das Investitionsdesaster bei der Konzerneinheit Steel America, hinzu kommen Korruptions- und Kartellfälle.

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Klaus Kleinfeld, der ansteckende Optimist

Nur dann, wenn die Sprache auf seinen alten Arbeitgeber Siemens kommt, wird aus Kleinfeld, dem Optimisten, Kleinfeld, der Verzagte. Denn auch hier gilt eine Frist. Der Siemens-Aufsichtsrat hat ihm in der vergangenen Woche Zeit bis Mitte November gegeben: Bis dahin soll sich Kleinfeld erklären, ob er bereit ist, Siemens im Rahmen des Schmiergeldskandals Schadenersatz in Höhe von 2 Millionen Euro zu zahlen, oder ob er es darauf ankommen lässt, den Rechtsweg zu beschreiten. Denn sollte es zu keiner Einigung kommen, hat Siemens, vor allem aber sein Aufsichtsratsvorsitzender Gerhard Cromme, eindeutig gesagt, wohin die Reise geht: Dann wird geklagt.

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