Cromme bestellt Gutachten zu Thyssen-Krupp
Hamburg/München, 9. Dezember (dapd). Der Stahlkonzern ThyssenKrupp will ehemalige Vorstände wegen milliardenschwerer Pannen und Verluste im Bau von zwei ...
Hamburg/München, 9. Dezember (dapd). Der Stahlkonzern ThyssenKrupp will ehemalige Vorstände wegen milliardenschwerer Pannen und Verluste im Bau von zwei Stahlwerken in Brasilien und in den Vereinigten Staaten zur Verantwortung ziehen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Gerhard Cromme habe ein entsprechendes Gutachten bei einer Anwaltskanzlei in Auftrag gegeben, berichtete der „Spiegel“ am Sonntag. Es solle klären, ob Alt-Vorstände und Manager wie der frühere Stahlchef Ekkehard Schulz, Edwin Eichler oder Karl-Ulrich Köhler den Aufsichtsrat bewusst falsch informiert und getäuscht haben. Im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr müsse das Thyssen-Krupp-Management für die beiden Stahlwerke weitere Wertberichtigungen in einer Größenordnung von mindestens 3 Milliarden Euro vornehmen, heißt es im Konzern (F.A.Z. vom 7. Dezember). Die „Wirtschaftswoche“ meldete, Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger werde nach der Trennung von drei Vorständen bis Mitte nächsten Jahres ein Konzept für die Zukunft des deutschen Stahlgeschäfts erarbeiten lassen, das „alle Möglichkeiten“ prüfen soll. Unter Berufung auf Aufsichtsräte schreibt das Magazin, dazu gehöre alles von organisatorischen Ausgliederungen der deutschen Stahlwerke bis zu einem Börsengang.





