Reform : Wie Italien aus der Krise kommt

Italien steckt seit zwei Jahren in einer Rezession. Geld drucken oder höhere Staatsausgaben werden dort nicht hinaus helfen. Vielmehr muss die Regierung etwas dafür tun, dass die erfolgreichen Unternehmen endlich wieder zuhause investieren und Jobs schaffen.
Die wirtschaftliche Sanierung Italiens kommt nicht voran. Da hilft es auch nicht, dass Ministerpräsident Enrico Letta im Ausland von Reformen erzählt oder davon, dass Italien seine Finanzen aus eigener Kraft geordnet habe, „ohne einen Euro aus Europa in Anspruch zu nehmen“. Der italienische Ministerpräsident vernachlässigt, dass Italien viele Garantien aus Brüssel und Frankfurt brauchte, um nicht in einem Teufelskreis von Misstrauen der Anleger und Spekulation der Finanzmärkte zu versinken. Der Risikozuschlag für Italien wurde niedrig gehalten durch Garantien aus dem Mund von EZB-Präsident Mario Draghi, zudem mit dem Kauf italienischer Staatstitel und der großzügigen Finanzierung der europäischen Banken. Zugleich profitierte Italien auch davon, dass in Brüssel Rettungsfonds und Mechanismen zur Begrenzung von Renditen der Staatstitel beschlossen wurden.






