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Streit mit Amerika : Huawei lebt

Das Huawei-Logo in einem Elektronikgeschäft Bild: AP

Dem Geschäft des chinesischen Tech-Konzerns Huawei konnten die Attacken aus Washington im vergangenen Jahr wenig anhaben. Doch das Zittern ist noch nicht vorbei.

          Der chinesische Netzwerkausrüster Huawei gibt sich kämpferisch. Kein anderes Unternehmen auf der Welt steht derzeit so sehr unter Druck: Amerika wirft dem Anbieter von Netzwerktechnologie eine zu große Nähe zur Regierung in Peking vor und warnt seine Verbündeten, der Spionage durch den „systemischen Rivalen“ aus Fernost Tor und Tür zu öffnen, sollten diese weiter auf die Produkte Huaweis setzen.

          Dem Geschäft konnten die Attacken aus Washington im vergangenen Jahr jedoch wenig anhaben: Umsatz und Gewinn legten kräftig zu. Studien zeigen, dass der Konflikt mit den Vereinigten Staaten dem Unternehmen in vielen Ländern sogar Sympathie eingetragen und die Marke Huawei erst richtig bekannt gemacht hat.

          Dennoch dürfte das Zittern in Shenzhen noch lange nicht vorbei sein. Denn noch ist nicht ausgemacht, ob nach Amerika auch Länder wie Deutschland und Großbritannien tatsächlich den Streit mit Washington wagen und beim Bau ihrer 5G-Netze die Chinesen weiter zum Zug kommen lassen. Berlin hat kein Interesse daran, künftig von amerikanischen Geheimdienstinformationen abgeschnitten zu werden.

          Und dass Peking tatsächlich bei einem faktischen Bann gegen Huawei im eigenen Land Racheakte gegen die deutsche Industrie vollzieht, ist zweifelhaft. Denn Chinas Wirtschaft braucht für die weitere Entwicklung zunächst auch Technologie aus Deutschland.

          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

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