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Unsicherheit an den Börsen : Die Finanzmärkte im Corona-Sog

Das Coronavirus erschüttert die Aktienmärkte. Die Kursverluste sind die schlimmsten seit der Finanzkrise. Bild: dpa

Die Bank der Zentralbanken wertet die jüngste Aktienbaisse als böses Erwachen. An den globalen Börsen belaufen sich die Kursverluste auf 6 Billionen Dollar. Die Politik ist bereit, zu handeln.

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          Als „böses Erwachen“ stuft die Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) die heftigen Kursverluste an den Börsen in Reaktion auf die Ausbreitung des Coronavirus ein. Die Unsicherheit bestimme die Entwicklung, sagte Claudio Borio, Chefvolkswirt der als Bank der Zentralbanken geltenden BIZ, anlässlich der Vorlage des aktuellen Quartalsberichts am Sonntag. Seiner Ansicht nach werden sich die Finanzmärkte in den kommenden Wochen an den Nachrichten rund um das Virus und den Maßnahmen der Behörden orientieren.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Am Freitagabend hatte der Präsident der amerikanischen Notenbank Fed, Jerome Powell, seine Bereitschaft zum Handeln erklärt. Die Fed beobachte die Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf die künftige konjunkturelle Lage genau. „Wir werden unsere Werkzeuge nutzen und angemessen handeln, um die Wirtschaft zu unterstützen“, sagte Powell. In Deutschland hat sich Finanzminister Olaf Scholz (SPD) für ein Konjunkturprogramm bereit erklärt, sollte es zu schweren Verwerfungen in der Weltwirtschaft kommen. In Italien hat die Regierung am Sonntag ein Hilfspaket für die durch den Coronavirus-Ausbruch angeschlagene Wirtschaft in Höhe von 3,6 Milliarden Euro angekündigt. Das soll das Parlament in dieser Woche absegnen, sagte Wirtschaftsminister Roberto Gualtieri der Zeitung „La Repubblica“.

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