Arbeitsmarkt : Neuer Beschäftigungsrekord in Sicht

In diesem Jahr sind in Deutschland weniger Stellen weggefallen als 2012 – aber auch weniger neue geschaffen worden. Im kommenden Jahr soll es besser werden, dank einer guten Konjunktur.
Das Jahr 2013 geht mit einer gemischten Botschaft zu Ende. Die Zahl der veröffentlichten Stellenstreichungen lag mit 56.500 deutlich unter jenen 85.355 des Vorjahres. Aber weil die Zahl der neuen Stellen noch stärker zurückging, wurden zumindest im Bereich der Großunternehmen, die ihre Veränderungen in der Belegschaft veröffentlichen, netto Stellen abgebaut – nach drei Jahren eines Nettoaufbaus. Das spüren derzeit auch viele Bewerber. Junge Menschen mit betriebswirtschaftlicher Ausbildung schreiben sich noch immer mit Bewerbungen die Finger wund. Und die Nachrichten aus den Unternehmen stimmen nicht unbedingt froh. Allein in den letzten sechs Wochen des Jahres häuften sich noch einmal die negativen Nachrichten für inländische Arbeitnehmer: RWE baut 4.700 Stellen ab, EADS 2.600, Walter Services 1.000 (wegen Insolvenz), der Maschinenbauer Voith 1.000, der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer 900, Motorenwerk Tognum 400, der Maschinenbauer Schuler 350, Allessa Chemie 200 und selbst das Rhön-Klinikum baut im angeblich unter Fachkräftemangel leidenden Gesundheitswesen 150 Arbeitsplätze ab. Aufschwung sieht anders aus – oder doch nicht?





