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Weitere Nachrichten : Argentinien darf an den Kapitalmarkt zurück

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Argentinische Nationalflagge Bild: Picture-Alliance

Die amerikanische Notenbank sieht weiter eine wachsende Wirtschaft und mittlerweile auch steigende Löhne und Preise. Der Bund weist die Länderforderung zur Angleichung der Ostrenten zurück.

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          Argentinien kann nach 15 Jahren an die Kreditmärkte zurückkehren. Ein amerikanisches Bundesberufungsgericht in New York machte am Mittwoch den Weg frei für die Aufhebung von einstweiligen Verfügungen, die Zahlungen an gewisse Gläubiger verhindert hatten. Damit können die Bedingungen für die Ausgabe neuer Staatspapiere erfüllt werden. Ein Sprecherin des argentinischen Finanzministeriums erklärte anschließend, eine neue Anleihe werde Anfang kommender Woche in die Wege geleitet. Mit diesem Geld würden am Freitag darauf weitere Gläubiger bezahlt. (Reuters)

          Amerikanische Notenbank sieht steigende Löhne

          Das fortgesetzte Wachstum der amerikanischen Wirtschaft hat laut dem Konjunkturbericht der amerikanischen Notenbank (Fed) für steigende Löhne und Preise gesorgt. Aus den meisten Distrikten der Fed wurde ein "mäßiges" bis "moderates" Wirtschaftswachstum berichtet, hieß es dem am Mittwoch veröffentlichten sogenannten Beige Book. Die meisten der Befragten würden mit einer Fortsetzung dieses Wachstumstempos rechnen.

          Positiver als zuletzt bewertet der Bericht die generelle Preisentwicklung. Im Anfang März veröffentlichten Beige Book war noch von insgesamt unveränderten Preisen die Rede gewesen. Zuletzt habe man jedoch in der Mehrheit der Distrikte einen "bescheidenen" Anstieg beobachtet. Die Löhne sind demnach fast überall gestiegen und mehrere Distrikte berichteten über beschleunigte Lohnzuwächse.

          Die Notenbank hat zuletzt sehr stark auf die Lohnentwicklung geschaut. Allerdings erwartet der Markt keine raschen Zinserhöhungen. So verwies Notenbankchefin Janet Yellen in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit dem "Time Magazin" abermals auf die hohe Unsicherheit, die ein vorsichtiges Vorgehen erfordere.

          Die Konsumausgaben haben laut dem Bericht in den meisten Distrikten zugelegt. Die Lage am Arbeitsmarkt habe sich zuletzt weiter verbessert und die Investitionen hätten in den meisten Distrikten zugelegt. Auch in der Industrie sei eine generelle Erholung zu beobachten. Die Industrie wurde zuletzt durch den gestiegenen Dollarkurs belastet. Allerdings werde der Energiesektor durch die niedrigen Preise belastet. (dpa-AFX)

          Bund weist Länderforderung zu Angleichung der Ostrenten zurück

          Anders als von den Bundesländern gefordert will die Bundesregierung die geplante Angleichung der Ostrenten ohne eine gemeinsame Bund-Länder-Arbeitsgruppe vorantreiben. Für die Einsetzung einer solchen Arbeitsgruppe bestehe kein Bedarf, heißt es in einer Antwort des Bundessozialministeriums auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Roland Claus, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Der Bundestag hatte Ende Januar seine Forderung nach einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe für das Thema erneuert. (dpa-AFX)

          Mexiko stützt staatlichen Ölkonzern Pemex

          Angesichts des niedrigen Ölpreises greift Mexiko seinem angeschlagenen Staatskonzern Pemex unter die Arme. Mit rund 4,3 Milliarden Dollar  solle die finanzielle Lage des Energieunternehmens gestärkt werden, teilte das mexikanische Finanzministerium mit. Damit soll Pemex unter anderem Renten bezahlen und Schulden bei Dienstleistern und Zulieferern begleichen. Das Barrel (159 Liter) mexikanischen Öls wird derzeit mit gut 30 Dollar gehandelt. Pemex strich sein Budget im laufenden Jahr um 5,6 Milliarden Dollar zusammen und legte eine Reihe von Förderprojekten auf Eis. Bei Zulieferbetrieben und Dienstleistern verloren Zehntausende Menschen ihren Arbeitsplätze. (dpa-AFX)

          China-Hoffnungen treiben Kurse an Japans Börse

          Die Hoffnung auf eine Belebung der chinesischen Wirtschaft hat der Börse in Japan am Donnerstag weiteren Auftrieb gegeben. Export-Werte profitierten zudem davon, dass der Dollar seinen Erholungskurs fortsetze. Toyota-Anteilscheine etwa verteuerten sich um 2,2 Prozent, Canon-Papiere tendierten 2,3 Prozent fester.

          Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index legte bis Mittag in Tokio 2,4 Prozent zu auf 16.782 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 2,1 Prozent auf 1360 Zähler. Bereits am Mittwoch hatten die überraschend guten Konjunkturdaten aus China den Markt beflügelt.

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