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Weitere Nachrichten : China verschärft Maßnahmen gegen Leerverkäufe

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Bild: AFP

China verschärft die Maßnahmen gegen Leerverkäufe, die Tokioter Börse schließt nach schwachen amerikanischen Vorgaben im Minus. Die Nachfrage nach Geländewagen treibt den Autoabsatz in Amerika.

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          Die chinesischen Behörden haben zusätzliche Maßnahmen zur Stabilisierung des Aktienmarkts ergriffen. Die Börsen in Shanghai und Shenzhen führten in der Nacht zum Dienstag strengere Regeln für Leerverkäufe von Aktien ein. Demnach dürfen die Papiere nicht an einem Tag geliehen, verkauft und dann zurückgekauft werden. Bei diesem Verfahren wetten die Anleger auf sinkende Kurse. Bereits Anfang Juli hatten die chinesischen Behörden angekündigt, gegen illegale Machenschaften auf den Aktien- und Terminmärkten vorzugehen. Unter anderem sollen Leerkäufe geahndet werden, die mit "böswilliger Absicht" getätigt würden. (Reuters)

          Tokioter Börse nach schwachen amerikanischen Vorgaben im Minus

          Die Tokioter Börse ist am Dienstag den schwachen amerikanischen Vorgaben ins Minus gefolgt. An der Wall Street hatten die Unsicherheit über die wirtschaftliche Verfassung Chinas und enttäuschende amerikanischen Konjunkturdaten die Stimmung getrübt. Mit Spannung blickten die Händler in Japan auf Arbeitsmarktzahlen am Freitag aus den Vereinigten Staaten, von denen sie sich Hinweise auf die weiteren Schritte der amerikanischen Notenbank Fed erhoffen.

          Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,1 Prozent tiefer bei 20.526 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank geringfügig auf 1658 Punkte. Unter den Einzelwerten legten Titel von Suzuki Motor gegen den Trend um mehr als vier Prozent zu. Das Unternehmen hatte starke Geschäftszahlen vorgelegt.

          Der Euro zeigte sich kaum verändert. Ein Euro wurde mit 1,0945 Dollar bewertet nach 1,0949 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 124,06 Yen gehandelt nach 124,02 Yen in den Vereinigten Staaten. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,061 und zum Dollar mit 0,9694.

          Nachfrage nach Geländewagen treibt amerikanischen Autoabsatz

          Billigerer Sprit und günstige Zinsen lassen die Amerikaner immer mehr zu großen Autos greifen. Angetrieben von der Nachfrage nach Geländewagen und Pick-ups verkauften die Autohersteller in den Vereinigten Staaten im Juli sechs Prozent mehr Fahrzeuge als vor einem Jahr, wie Ford am Montag mitteilte. Der Absatz übertraf die Erwartungen der Experten, die lediglich mit einem Anstieg von drei Prozent gerechnet hatten. Auch die deutschen Marken verzeichneten ein Plus. Damit steuert die Branche auf ihr bestes Jahr auf dem wichtigen Markt seit 2001 zu.

          Volkswagen profitierte von einer gestiegenen Nachfrage nach dem Golf und verkaufte im Juli 2,4 Prozent mehr Autos. Der Weltmarktführer reduzierte damit seinen Rückgang in den ersten sieben Monaten dieses Jahres auf 1,9 Prozent. BMW brachte von seiner Marke in Nordamerika 2,1 Prozent mehr Fahrzeuge an den Kunden. In der Gruppe gab es jedoch einen Rückgang von 0,2 Prozent, da die Nachfrage nach dem Mini um 10,7 Prozent einbrach. Daimler verkaufte von der Marke Mercedes-Benz 1,2 Prozent mehr. (Reuters)

          Britische Regierung verkauft erste RBS-Anteile

          Die britische Regierung stößt die ersten Anteile an der großteils verstaatlichten und schwer schuldengeplagten Großbank RBS ab. Die Bank war 2008 in der Finanzkrise mit Steuergeld vor der Pleite bewahrt worden, im Gegenzug gingen rund 80 Prozent der Anteile an den Staat über. Die Regierung werde nun ein Aktienpaket im Gegenwert von rund zwei Milliarden Pfund (rund 2,8 Milliarden Euro) an institutionelle Anleger veräußern. Über die Modalitäten der Transaktion soll am Dienstag informiert werden.

          Sollte der Verkauf wie geplant über die Bühne gehen, würde die Regierung ihren Anteil von derzeit rund 79 Prozent auf rund 73 Prozent verringern. Der britische Staat hatte zuvor schon mehrere Pakete der Großbank Lloyds Banking Group erfolgreich veräußert, die ebenfalls nur mit staatlicher Stütze durch die Finanzkrise gekommen war.

          Der Fall der Royal Bank of Scotland ist jedoch weitaus komplizierter, weil die Sanierung der Bank wegen mehrerer Skandale verzögert und die Schuldenlast immer größer geworden ist. Der Staat hatte 2008 mehr als 45 Milliarden Pfund in die Bank gesteckt und damit rund 500 Pence pro Aktie bezahlt. Der Kurs stand am Montag bei rund 340 Pence. Somit dürfte der Verkauf im Gegensatz zur Lloyds-Transaktion einen Verlust für den Steuerzahler bedeuten. (dpa-AFX)  

          Puerto Rico in Zahlungsverzug

          Puerto Rico ist in Zahlungsverzug geraten. Eine öffentliche Anleihe der staatlichen Public Finance Corporation (PFC) über insgesamt 58 Millionen Dollar sei nur mit 628.000 Dollar bedient worden, teilte die Entwicklungsbank von Puerto Rico am Montag mit. Die nötigen Mittel seien nicht vorhanden, hieß es in einer Stellungnahme. Die Ratingagentur Moody's erklärte daraufhin den Zahlungsausfall.

          Puerto Rico ist als selbstverwaltetes Außengebiet zwar amerikanisches Territorium, aber kein Bundesstaat. Es kann deshalb nur begrenzt auf Hilfe aus Washington hoffen. Das Land hat insgesamt einen Schuldenberg von rund 72 Milliarden Dollar (66 Milliarden Euro). Puerto Ricos Gouverneur Alejandro García Padilla hatte bereits Ende Juni Zahlungsausfälle angekündigt, sollten die Gläubiger keine Zugeständnisse machen. Bereits Anfang Juli konnte nur knapp verhindert werden, dass der staatliche Energieversorger Prepa in Zahlungsverzug gerät. (dpa-AFX)

          AIG macht deutlich weniger Gewinn

          Der amerikanische Versicherer AIG hat im zweiten Quartal deutlich weniger verdient. Von April bis Juni sank der Überschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 41 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar (1,6 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Die Markterwartungen konnten damit allerdings übertroffen werden. Zudem stieg der stärker beachtete operative Gewinn um gut fünf Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar. Der Konzern, den die Vereinigten Staaten in der Finanzkrise mit viel Steuergeld vor dem Kollaps retteten, kündigte zudem an, das Geld für Aktienrückkäufe um fünf auf 6,3 Milliarden Dollar zu erhöhen. Die AIG-Aktie notierte nachbörslich dennoch leicht im Minus. (dpa-AFX)

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