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Werner Mussler (wmu.)

Euro-Krisenfonds : Wer braucht noch den ESM?

ESM-Chef Klaus Regling tritt ab. Bild: REUTERS

Klaus Regling hat den Rettungsschirm geprägt. Sein Nachfolger wird ein Politiker, der sich auf einen Versorgungsposten freut.

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          Im Herbst geht Klaus Regling, dann 72 Jahre alt, in Ruhestand. Der scheidende Chef der Euro-Krisenfonds ESM und EFSF hat in seiner Karriere vielen Herren gedient, dem Internationalen Währungsfonds, mehreren Bundesfinanzministern und EU-Währungskommissaren sowie in den vergangenen zwölf Jahren den Euro-Finanzministern, die seine formalen Vorgesetzten waren. Die Minister kamen und gingen, Regling blieb.

          Als 2010 mit dem EFSF über Nacht der erste „Rettungsschirm“ für die Eurozone aus dem Boden gestampft wurde, war er die Idealbesetzung für den Chefposten. Als Finanzfachmann konnte er mit den damals an der Stabilität des Euroraums zweifelnden Finanzmarktakteuren auf Augenhöhe kommunizieren. Als Deutscher beruhigte er mindestens ein Stück weit die Sorgen aus dem Heimatland, der Fonds diene der in den EU-Verträgen verbotenen Schuldenvergemeinschaftung. Und als unparteiischer, im besten Sinne knochentrockener Bürokrat stand er dafür, dass es in der Abwicklung der vom ESM vergebenen Kredite immer mit rechten Dingen zuging. Mochte man vom Rettungsschirm halten, was man wollte – an der Eignung seines Chefs gab es keinen Zweifel.

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