Wahl in Amerika : Wähler und Wahlmänner

In Amerika entscheidet nicht die Volkswahl über den Präsidenten, die Verfassung sieht die indirekte Wahl vor. Die Wähler wählen also Wahlmänner. Dadurch fällt das Ergebnis manchmal anders aus, als durch Umfragen erwartet.
Nach dem Willen der Väter der Verfassung geht der Präsident der Vereinigten Staaten nicht aus einer Volkswahl hervor, sondern aus einer indirekten Wahl. Ein zwischengeschaltetes Wahlmännergremium soll danach den rohen Volkswillen sozusagen domestizieren und ungebührlichen Parteieneinfluss abwehren. Die Wähler wählen Wahlmänner, die sich auf den jeweiligen Präsidentschaftskandidaten - zum Teil juristisch verbindlich - verpflichtet haben; die politische Bezugsgröße sind dabei die Bundesstaaten: Jeder stellt so viele Wahlmänner, wie er Senatoren (jeweils zwei) und Abgeordnete in den Kongress in Washington entsendet. Damit soll grob der Zahl der Einwohner eines Bundesstaates Rechnung getragen werden. Kalifornien, der bevölkerungsreichste Staat, hat 55 Wahlmännerstimmen, Delaware hingegen nur drei. Der besonders umkämpfte Bundesstaat Ohio hat 18 Stimmen.





