Vorwahlen in Amerika : Republikanischer Bürgerkrieg

Nach Newt Gingrichs Sieg in South Carolina ist die Kandidatenfrage bei den Republikanern wieder offen. Mit Gingrich, gegen den George W. Bush wie ein Mann der Mitte wirkt, steht Mitt Romney ein starker Gegner bevor - und der Partei bürgerkriegsähnliche Zustände.
Wenn Vorwahlen im Bundesstaat Süd-Carolina tatsächlich die Bedeutung haben, die ihnen mittlerweile zugeschrieben wird, dann ist der Ausgang der diesjährigen Vorentscheidung ein Desaster für die Parteiführung der Republikaner. Nicht ihr Favorit Mitt Romney trug den Sieg in diesem sozialkonservativen Staat davon, sondern der frühere Präsident des Repräsentantenhauses und Gegenspieler Clintons, der schillernde Newt Gingrich. Wenn also Süd-Carolina auch in diesem Wahljahr seinem Ruf als „Königsmacher“ gerecht wird - seit Reagan 1980 wurde derjenige später Präsidentschaftskandidat der Partei, der hier gewann -, dann wird der Hauptkampf brutal und ideologisch extrem intensiv werden. Und der um seine Wiederwahl kämpfende Amtsinhaber, Präsident Obama, wird seine Chancen wieder steigen sehen.



