FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);„Ordo amoris“ :
Warum Trumps Nächstenliebe gefährlich ist

Thomas Jansen
Ein Kommentar von
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Trump und Vance in der Washington National Cathedral
Trump und Vance in der Washington National CathedralEPA

Die America-first-Strategie, ein christliches Konzept der Nächstenliebe? So stellt es Trumps Vizepräsident J.D. Vance dar. Aber mit Nächstenliebe hat das nichts zu tun. Trotzdem trifft Vance einen wunden Punkt.

Für diesen kühnen Brückenschlag musste wohl erst ein J.D. Vance ins Weiße Haus einziehen: Der amerikanische Vizepräsident, der 2019 zum Katholizismus konvertierte, erklärt die America-first-Strategie kurzerhand zu einem Stufenplan der Nächstenliebe. Und den aus dem vierten Jahrhundert stammenden Kirchenvater Augustinus bemüht er, um die brachiale Mi­grationspolitik Donald Trumps zu rechtfertigen. So weit war selbst Trump noch nicht gegangen. Der behauptet zwar, Gott, Liebe und Religion stünden ganz oben auf seiner Liste der Lieblingswörter, noch vor dem Begriff Zölle. Aber auch in transzendentalen Belangen redet der amerikanische Präsident meist wirres Zeug.

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