Liveblog Ukrainekrieg : Räumung der Minen um Oleschky hat begonnen
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Seit Dienstag gilt eine Waffenruhe zwischen russischen und ukrainischen Truppen an dem Frontabschnitt in Oleschky.dpa
Waffenruhe gilt seit Dienstag +++ Münchner Staatsanwälte ermitteln gegen zwei Belarussen wegen Sabotage +++ Selenskyj: Erhalten nur zwölf Patriot-Raketen im Monat +++ alle Neuigkeiten im Liveblog
Alle Texte, Hintergründe und Kommentare zum Krieg in der Ukraine finden Sie auch auf unserer Sonderseite.
Ian Liesch

Nach Waffenruhe: Minenräumung in Frontstadt Oleschky im Gang
Die Zugangsstraßen in die russisch besetzte südukrainische Frontstadt Oleschky werden für eine humanitäre Hilfsaktion von Minen geräumt. „Es ist gerade äußerst wichtig, die Sicherheit der Wege zu gewährleisten, damit die Menschen die Stadt verlassen können“, schrieb die russische Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa bei Telegram.
Sie bestätigte dabei noch einmal, dass die seit Dienstag geltende Waffenruhe zwischen russischen und ukrainischen Truppen an dem Frontabschnitt am Fluss Dnipro eingehalten wird. Zuvor hatte bereits ihr ukrainischer Kollege, Dmytro Lubinez, ebenfalls auf Telegram die Minenräumung und das Einhalten der Feuerpause bestätigt.
Einem unbestätigten Bericht des US-Senders Fox News zufolge wurde vereinbart, dass ausreisewillige Einwohner von Oleschky ins südrussische Anapa gebracht werden. Vom dortigen Flughafen können sie demnach nach Gomel in Belarus fliegen und weiter in die benachbarte Ukraine reisen. Künftig soll demzufolge mindestens einmal pro Monat die Lieferung von Hilfsgütern, Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff ermöglicht werden.
Oleschky wurde im Februar 2022 unmittelbar nach Kriegsbeginn von russischen Truppen erobert. Die Stadt wurde mit dem Rückzug des russischen Militärs aus der gegenüberliegenden Gebietshauptstadt Cherson im November gleichen Jahres zum Frontgebiet. Von vor dem Krieg rund 24.000 Einwohnern sollen weiterhin bis zu 2.000 Menschen in Oleschky leben. Die Versorgungslage wurde vor der Waffenruhe durch ständige Drohnenangriffe auf Transporte enorm erschwert. Für die Vereinbarung zwischen Ukrainern und Russen setzten sich die US-amerikanische First Lady Melania Trump und Papst Leo XIV. ein.
Sie bestätigte dabei noch einmal, dass die seit Dienstag geltende Waffenruhe zwischen russischen und ukrainischen Truppen an dem Frontabschnitt am Fluss Dnipro eingehalten wird. Zuvor hatte bereits ihr ukrainischer Kollege, Dmytro Lubinez, ebenfalls auf Telegram die Minenräumung und das Einhalten der Feuerpause bestätigt.
Einem unbestätigten Bericht des US-Senders Fox News zufolge wurde vereinbart, dass ausreisewillige Einwohner von Oleschky ins südrussische Anapa gebracht werden. Vom dortigen Flughafen können sie demnach nach Gomel in Belarus fliegen und weiter in die benachbarte Ukraine reisen. Künftig soll demzufolge mindestens einmal pro Monat die Lieferung von Hilfsgütern, Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff ermöglicht werden.
Oleschky wurde im Februar 2022 unmittelbar nach Kriegsbeginn von russischen Truppen erobert. Die Stadt wurde mit dem Rückzug des russischen Militärs aus der gegenüberliegenden Gebietshauptstadt Cherson im November gleichen Jahres zum Frontgebiet. Von vor dem Krieg rund 24.000 Einwohnern sollen weiterhin bis zu 2.000 Menschen in Oleschky leben. Die Versorgungslage wurde vor der Waffenruhe durch ständige Drohnenangriffe auf Transporte enorm erschwert. Für die Vereinbarung zwischen Ukrainern und Russen setzten sich die US-amerikanische First Lady Melania Trump und Papst Leo XIV. ein.

Oleschky Ukraine / Bild. F.A.Z.
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Selenskyj will Europäer einbeziehen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Hoffnung geäußert, dass bei den für November geplanten Gesprächen mit Russland und den USA auch die EU teilnehmen werde. „Wir finden hoffentlich einen Weg, Europa einzubeziehen“, sagte Selenskyj in Den Haag. Wann und wo die Gespräche stattfinden sollen, ist noch nicht bekannt. Selenskyj erwartet, dass darüber erst wieder Anfang November nach den Zwischenwahlen in den USA geredet werde.
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Sabotage geplant? Münchner Staatsanwälte ermitteln gegen zwei Belarussen
In Bayern sind einem Medienbericht zufolge zwei Belarussen unter dem Verdacht der versuchten Sabotage für Russland verhaftet worden. Die beiden Männer würden für einen geplanten Brandanschlag bei Nürnberg und einen Brandanschlag in der rumänischen Stadt Brasov verantwortlich gemacht, berichtete der „Spiegel“ am Mittwoch und berief sich auf Informationen aus Sicherheitskreisen.
Die Generalstaatsanwaltschaft München bestätigte am Mittwoch, die beiden Männer im Alter von 50 und 39 Jahren seien Anfang Oktober verhaftet worden. Ihnen würden geplante Brandstiftung und „Agententätigkeit zu Sabotagezwecken“ vorgeworfen. Die Behörde äußerte sich nicht zu der Frage, ob Russland hinter den vorgeworfenen Taten stehe.
Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft erklärte, es bestehe der dringende Verdacht, dass sich die Beschuldigten verabredet hätten, ein Gebäude oder eine Einrichtung der kritischen Infrastruktur im Raum Nürnberg mit Brandbeschleunigern zu entzünden. Die Männer würden verdächtigt, im Auftrag einer fremden Regierung oder Vereinigung gegen Bezahlung gehandelt zu haben. Ziel sei es demnach gewesen, erheblichen Sachschaden zu verursachen, um die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden.
Der „Spiegel“ berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, die Tatverdächtigen hätten offenbar geplant, in der Nähe einer Bahnstrecke und einer Stromtrasse Feuer zu legen.
Dem Behördensprecher zufolge befinden sich die Beschuldigten seit dem 7. Oktober aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Fürth in Untersuchungshaft. Parallel sei Auslieferungshaft im Zusammenhang mit einem Strafverfahren in Rumänien angeordnet worden.
Dem „Spiegel“ zufolge handelt es sich um zwei Männer, gegen die auch rumänische Sicherheitsbehörden ermitteln. Sie sollen demnach in der Nacht zum 14. September an einem Brandanschlag auf einen Industriepark in der rumänischen Stadt Brasov beteiligt gewesen sein.
Der rumänische Geheimdienst hatte am Montag mitgeteilt, er habe ein von Russland gesteuertes Sabotage-Netzwerk identifiziert, das für einen Brand auf einem Industriegelände nahe einer staatlichen Rüstungsfirma verantwortlich sein soll. Die Gruppe habe das Feuer im September an einem Industriestandort gelegt. Die rumänische Staatsanwaltschaft für organisierte Kriminalität hatte erklärt, sie bemühe sich um die Auslieferung von zwei in Deutschland gefassten Belarussen und einem in Polen inhaftierten Ukrainer.
Zuletzt nahm die Zahl von Sabotageakten zu, bei denen in Deutschland wohnhafte Personen involviert sein sollen: Vor zwei Wochen wurden in Nürtingen bei Stuttgart zwei türkische Staatsbürger festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, in Polen einen Anschlag auf Starlink-Infrastruktur verübt zu haben. Bulgarien sucht per europäischen Haftbefehl zwei deutsche Staatsbürger, die eine Starlink-Verteilstation angezündet haben sollen.
Nach Einschätzung deutscher Behörden werben russische Geheimdienste über Telegram gezielt junge Männer an, die gegen Bezahlung Sabotageakte ausführen.
Nach Einschätzung deutscher Behörden werben russische Geheimdienste über Telegram gezielt junge Männer an, die gegen Bezahlung Sabotageakte ausführen.
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Niederlande verstärken Ukraine-Hilfe im Winter
Die Niederlande unterstützen die Ukraine im kommenden Winter mit militärischer Hilfe im Wert von 500 Millionen Euro. Dies erklärte Ministerpräsident Rob Jetten nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch in Den Haag. Das Geld solle für die Lieferung von Drohnen und anderem Material zur Stärkung der ukrainischen Verteidigung verwendet werden.
Zudem erklärte Jetten, die niederländische Regierung stelle für die kommenden drei Jahre nichtmilitärische Unterstützung in Höhe von 1,2 Milliarden Euro bereit. Davon seien im kommenden Jahr 380 Millionen Euro für den Wiederaufbau vorgesehen, in den Jahren 2028 und 2029 jeweils rund 410 Millionen Euro.
Ein Teil des Geldes solle Fonds finanzieren, die niederländische Unternehmen bei Investitionen in den Wiederaufbau unterstützen. Weitere Mittel gingen in die dringende Reparatur der ukrainischen Energieinfrastruktur sowie in Maschinenlieferungen für die Industrie.
Zudem erklärte Jetten, die niederländische Regierung stelle für die kommenden drei Jahre nichtmilitärische Unterstützung in Höhe von 1,2 Milliarden Euro bereit. Davon seien im kommenden Jahr 380 Millionen Euro für den Wiederaufbau vorgesehen, in den Jahren 2028 und 2029 jeweils rund 410 Millionen Euro.
Ein Teil des Geldes solle Fonds finanzieren, die niederländische Unternehmen bei Investitionen in den Wiederaufbau unterstützen. Weitere Mittel gingen in die dringende Reparatur der ukrainischen Energieinfrastruktur sowie in Maschinenlieferungen für die Industrie.
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Russland-Afrika-Gipfel in Moskau hat begonnen
Der Kreml hat Vertreter von mehr als 40 afrikanischen Staaten zum dritten Russland-Afrika-Gipfel in Moskau empfangen und eine engere wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit in Aussicht gestellt. „Wir sind natürliche Verbündete beim Aufbau einer multipolaren Weltordnung“, sagte Kreml-Berater Juri Uschakow am Mittwoch zum Auftakt des zweitägigen Treffens. Nach russischen Angaben nehmen auch 22 afrikanische Staats- und Regierungschefs an der Konferenz teil. Es ist der dritte Gipfel dieser Art seit 2019.
Auf einem Wirtschaftsforum mit tausenden Teilnehmern aus Russland und Afrika betonte der russische Herrscher Wladimir Putin, dass der Wandel zu einer multipolaren Weltordnung „unumkehrbar“ sei. Mit Blick auf den Westen sagte er: „Die Zeit, in der das Schicksal ganzer Kontinente von einem engen Block von Staaten bestimmt wurde, ist unwiderruflich vorbei.“
Putin kündigte an, die Agrarexporte nach Afrika auszuweiten sowie die Produktion russischer Arzneimittel und Impfstoffe auf dem Kontinent anzusiedeln. Zudem betonte er, sein Land sei offen dafür, „unsere modernen Kompetenzen und unser hochmodernes digitales Wissen mit unseren afrikanischen Freunden zu teilen“.
Der Gipfel soll am Donnerstag mit einer Abschlusserklärung zur Vertiefung der russisch-afrikanischen Zusammenarbeit enden. Zusätzlich ist die Verabschiedung eines separaten Dokuments zur Kooperation im Bereich von Künstlicher Intelligenz (KI) geplant. Neben zwei Plenarsitzungen sind auch rund zwanzig bilaterale Treffen zwischen Putin und afrikanischen Staatenlenkern vorgesehen.
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London sagt der Ukraine weitere Unterstützung zu
Großbritannien sagt der Ukraine weitere Hilfen in Höhe von zehn Milliarden Pfund zu, umgerechnet fast zwölf Milliarden Euro. Das kündigte Finanzminister John Healey in seiner Haushaltsrede am Mittwoch. Das Paket bestehe aus Krediten, Exportfinanzierungsgarantien und 500 Millionen Pfund an dringender Militärhilfe für diesen Winter.
Mit den 500 Millionen Pfund sollen einem Regierungssprecher zufolge „dringende Lücken in der ukrainischen Luftverteidigung geschlossen“ werden. Healey ergänzte, er und Premierminister Andy Burnham hätten vor der Rede mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gesprochen. Dieser habe ihnen gesagt: „Ihr habt mir den Tag gerettet.“
Mit den 500 Millionen Pfund sollen einem Regierungssprecher zufolge „dringende Lücken in der ukrainischen Luftverteidigung geschlossen“ werden. Healey ergänzte, er und Premierminister Andy Burnham hätten vor der Rede mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gesprochen. Dieser habe ihnen gesagt: „Ihr habt mir den Tag gerettet.“
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Russland: Trilaterale Gespräche finden ohne Europäer statt
Die Europäer bleiben nach Angaben des Kreml bei den nächsten Gesprächen zwischen Russland, der Ukraine und den USA außen vor. Vertreter europäischer Staaten würden an der Runde nicht teilnehmen, zitiert die Nachrichtenagentur Interfax den außenpolitischen Kreml-Berater Juri Uschakow. Die Gespräche sollen im November in Abu Dhabi stattfinden. Ein genaues Datum wurde Uschakow zufolge bislang nicht festgesetzt.
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Wieder Schiff vor Bulgarien mit Drohnen angegriffen worden
Ein griechisches Containerschiff ist bulgarischen Angaben zufolge vor der Schwarzmeerküste des Landes von Seedrohnen angegriffen worden. Das unter liberianischer Flagge fahrende Schiff sei in der ausschließlichen Wirtschaftszone Bulgariens rund 21 Meilen (rund 39 Kilometer) südöstlich der Stadt Schabla von drei Drohnen getroffen worden, sagte Verteidigungsminister Dimitar Stojanow am Mittwoch. Die Besatzung sei in Sicherheit gebracht worden.
Der bulgarische Rundfunk berichtet, das Schiff sei auf dem Weg vom israelischen Haifa ins rumänische Konstanza gewesen. Wer für den Angriff verantwortlich ist, bleibt zunächst unklar.
In den vergangenen Wochen sind mehrere Handelsschiffe vor der Küste Bulgariens angegriffen worden. Zwei davon sanken. Die Ukraine macht Russland für die Angriffe verantwortlich. Bulgariens Ministerpräsident Rumen Radew erklärte, die Attacken nützten Russland, aber man könne die Urheberschaft nicht beweisen. Bulgariens Opposition wirft Radew eine zu milde Reaktion auf die Vorfälle vor:
Der bulgarische Rundfunk berichtet, das Schiff sei auf dem Weg vom israelischen Haifa ins rumänische Konstanza gewesen. Wer für den Angriff verantwortlich ist, bleibt zunächst unklar.
In den vergangenen Wochen sind mehrere Handelsschiffe vor der Küste Bulgariens angegriffen worden. Zwei davon sanken. Die Ukraine macht Russland für die Angriffe verantwortlich. Bulgariens Ministerpräsident Rumen Radew erklärte, die Attacken nützten Russland, aber man könne die Urheberschaft nicht beweisen. Bulgariens Opposition wirft Radew eine zu milde Reaktion auf die Vorfälle vor:
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Merz bittet Japan, die Ukraine mit mehr Flugabwehr zu unterstützen
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Japan um mehr Unterstützung in der Ukraine mit Blick auf die Luftverteidigung gebeten. Nach einem Gespräch mit der japanischen Ministerpräsidentin Sanae Takaichi am Mittwoch in Tokio sagte er vor Journalisten: „Ich habe Frau Takaichi darum gebeten, ob sie in Bezug auf die Luftabwehr noch ein bisschen intensiver die Ukraine unterstützen können.“ Er fügte aber hinzu: „Das ist für alle gerade ein schwieriges Thema, weil überall die Vorräte ausgehen.“ Er hoffe auf weitere finanzielle Unterstützung und verwies darauf, dass die japanischen Haushaltsverhandlungen in dieser Hinsicht noch nicht abgeschlossen seien.
Die Ukraine hat schon öfter um entsprechende Lieferungen gebeten. Bislang hatten die Japaner das aber immer zurückgewiesen, mit dem Verweis auf rechtliche Restriktionen. Allerdings hat das Land im Frühjahr seine strengen Exportbeschränkungen für Rüstungsgüter gelockert.
Japan ist einer der stärksten Unterstützer der Ukraine. Nach Angaben von Takaichi hat das Land die Ukraine seit dem Beginn des Angriffskriegs durch Wladimir Putin mit insgesamt 20 Milliarden Dollar unterstützt. Dabei beschränkt sich das Land gemäß seiner pazifistischen Verfassung allerdings weitgehend auf humanitäre und finanzielle Unterstützung.
Die Ukraine hat schon öfter um entsprechende Lieferungen gebeten. Bislang hatten die Japaner das aber immer zurückgewiesen, mit dem Verweis auf rechtliche Restriktionen. Allerdings hat das Land im Frühjahr seine strengen Exportbeschränkungen für Rüstungsgüter gelockert.
Japan ist einer der stärksten Unterstützer der Ukraine. Nach Angaben von Takaichi hat das Land die Ukraine seit dem Beginn des Angriffskriegs durch Wladimir Putin mit insgesamt 20 Milliarden Dollar unterstützt. Dabei beschränkt sich das Land gemäß seiner pazifistischen Verfassung allerdings weitgehend auf humanitäre und finanzielle Unterstützung.

Merz und Takaichi am Mittwoch in Tokio. EPA
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Selenskyj in die Niederlande gereist
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj tourt weiter durch Europa und ist am Vormittag in den Niederlanden angekommen. Dort wird er sich mit Ministerpräsident Rob Jetten treffen, wie er auf der Plattform X mitteilte. „Wir festigen unsere Partnerschaft und setzen uns für einen besseren Schutz der Ukraine ein“, schrieb er. Außerdem gehe es um eine stärkere Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigung und Wirtschaft. Selenskyj wird nach eigenen Angaben auch Vertreter ukrainischer und niederländischer Unternehmen treffen sowie König Willem-Alexander.
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Selenskyj: Stehen vor großer Herausforderung
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj in diesem Jahr durchschnittlich nur zwölf Flugabwehrraketen des Typs Patriot je Monat erhalten. Bei den Patriots stehe das Land vor einer großen Herausforderung, sagte Selenskyj der Agentur Ukrinform zufolge im Gespräch mit Journalisten in Kiew. Er befasse sich deshalb täglich mit der Suche nach weiteren Abfangraketen. Das amerikanische Patriot-System ist das einzige, das zuverlässig ballistische Raketen abfangen kann, mit denen Russland ukrainische Städte angreift.
Seit vergangenem Jahr liefern die USA Patriotraketen an die Ukraine nur noch gegen Bezahlung. Die Raketen sind Teil des PURL-Programms, bei dem Europa der Ukraine Geld für den Kauf von Waffen und Munition bereitstellt. Für den Großteil der Ausrüstung funktioniere das Programm gut, sagte Selenskyj. Nur bei Patriots sei es „eine große Herausforderung“. Zuletzt hatte es Berichte gegeben, wonach US-Verteidigungsminister Pete Hegseth weitere Patriot-Lieferungen an die Ukraine nicht unterzeichnet habe.
Selenskyj bestätigte das indirekt. Hegseth habe lediglich einen Teil der vereinbarten Lieferung, nämlich die zwölf erwähnten Flugabwehrraketen, unterzeichnet. „Wir haben aber diesen Monat 35 verbraucht“, sagte Selenskyj. Die anderen 23 Stück habe er an „anderen Fronten“ aufgetrieben. Das bezog sich auf andere Länder, insbesondere in Westeuropa, die ebenfalls Patriot-Systeme haben, und die Selenskyj bittet, seinem Land mit Munition auszuhelfen.
Allerdings brauchten auch diese Länder dafür die Genehmigung der USA. „Wir brauchen die Zustimmung der Vereinigten Staaten“, sagte Selenskyj. „Das ist alles.“ In New York habe er US-Präsident Donald Trump gebeten, das „Winterpaket“ für die Ukraine schnell zu genehmigen. Im Gegenzug habe er versprochen, keine Ölraffinerien in Russland anzugreifen. Trump habe daraufhin versprochen, alles zu tun, was in seiner Macht stehe, aber auch darauf verwiesen, dass die USA selbst „nicht sehr viele“ Raketen dieses Typs mehr hätten.
Wegen fehlenden Flugabwehrraketen hatten in den vergangenen Wochen außergewöhnlich viele russische Raketen die ukrainische Flugabwehr durchbrochen. Allein im August und September sind bei russischen Luftangriffen mindestens 700 Zivilisten getötet und mehr als 2100 verletzt worden, berichtet die Menschenrechtsbeobachtungsmission der Vereinten Nationen. Das waren so viele wie nie zuvor seit Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine.
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Waffenruhe in der besetzten Stadt Oleschky hält
Die Waffenruhe um die von Russland besetzte Frontstadt Oleschky im Süden der Ukraine hält laut Angaben aus Kiew. Sie sei in den ersten 30 Stunden nicht gebrochen worden, teilte der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez mit. Die Feuerpause wurde von den USA vermittelt und ist bis zum 1. November befristet, um eine Evakuierung der seit Monaten umkämpften Stadt sowie Hilfslieferungen zu ermöglichen. Die Lebensbedingungen dort wurden zuletzt immer dramatischer, eine Flucht war für die Einwohner nahezu unmöglich.
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Trump kündigt „sehr bald“ Treffen mit Putin und Selenskyj an
US-Präsident Donald Trump hat ein baldiges Treffen mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj angekündigt. „Es wird sehr bald ein Treffen geben“, sagte Trump am Dienstagabend vor Journalisten. „Ich glaube, dass dabei große Fortschritte erzielt werden könnten“, fügte er mit Blick auf die diplomatischen Bemühungen hinzu, den seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden Krieg zu beenden.
Kürzlich hatte der Kreml für die erste Novemberhälfte direkte Verhandlungen zwischen russischen und ukrainischen Unterhändlern unter US-Vermittlung in Abu Dhabi angekündigt. Selenskyj bestätigte die Pläne am Freitag im Onlinedienst X. „Jetzt müssen wir uns alle darauf konzentrieren, dass diese Treffen stattfinden – gemeinsam mit Amerika, Europa und all unseren Partnern“, erklärte er. Zuletzt hatten die drei Seiten im Februar ohne Fortschritte verhandelt.
Kürzlich hatte der Kreml für die erste Novemberhälfte direkte Verhandlungen zwischen russischen und ukrainischen Unterhändlern unter US-Vermittlung in Abu Dhabi angekündigt. Selenskyj bestätigte die Pläne am Freitag im Onlinedienst X. „Jetzt müssen wir uns alle darauf konzentrieren, dass diese Treffen stattfinden – gemeinsam mit Amerika, Europa und all unseren Partnern“, erklärte er. Zuletzt hatten die drei Seiten im Februar ohne Fortschritte verhandelt.
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Frankreich verlegt Seeaufklärer zum Schutz von Infrastruktur nach Rumänien
Frankreich verlegt vorübergehend ein Seeaufklärungsflugzeug nach Rumänien, um Gefahren für die Schifffahrt zu erkennen und kritische Energieinfrastruktur im Schwarzen Meer zu schützen. Die Maschine vom Typ Atlantique 2 absolviert nach Angaben des rumänischen Verteidigungsministeriums bis zum 6. November Überwachungsmissionen über dem westlichen Teil des Binnenmeeres. In den vergangenen drei Wochen sind vor den Küsten der NATO-Mitglieder Rumänien und Bulgarien mindestens acht Frachtschiffe getroffen worden. Dabei sind etwa 34 Seeleute ums Leben gekommen oder gelten als vermisst. Rumänische Kampfflugzeuge hatten zwei russische Drohnen über den eigenen Hoheitsgewässern abgeschossen, woraufhin die NATO eine Verstärkung der Überwachung in der Region ankündigte.
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Philipp von Reinersdorff
Selenskyj: Mehr als 100 ballistische Raketen gegen Kiew in zwei Wochen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erneut auf den Bedarf seines Landes an Flugabwehrraketen und Verzögerungen bei deren Lieferungen hingewiesen. Moskau habe innerhalb von zwei Wochen mehr als 100 ballistische Raketen gegen die Hauptstadt Kiew und ihr Umland eingesetzt, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft.
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