Völkermord in Ruanda : Der Horror der Todesschwadronen

Ein neues Buch befasst sich mit dem Genozid in Ruanda, der vor 30 Jahren begonnen hat. Das afrikanische Land ist bis heute davon geprägt.
Nach dem Tod der Präsidenten von Burundi und Ruanda droht ein Bürgerkrieg“ lautete die Überschrift in der F.A.Z. am 8. April 1994. Zwei Tage zuvor war ein Flugzeug mit dem ruandischen Präsidenten Juvenal Habyarimana und seinem burundischen Amtskollegen Cyprien Ntaryamira über Kigali abgeschossen worden. Dass dieses Ereignis zu einer der größten Tragödien in der jüngeren Geschichte führen sollte, war noch nicht zu erahnen. Doch schon einen Tag nach dem Abschuss begann ein rasend schneller Völkermord. In 100 Tagen, zwischen April und Juli, wurden in Ruanda Hunderttausende Menschen auf bestialische Weise umgebracht. Die Opfer waren vor allem Tutsi, die Täter stammten wie der getötete Präsident aus der Bevölkerungsgruppe der Hutu, der mit Abstand größten des Landes. Sie hatte nach der Unabhängigkeit des Landes das Sagen.
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