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F.A.Z. exklusiv : Was Woelki über Missbrauch wusste

In vermeintlich besseren Tagen: Heße (links) und Woelki während des Katholikentags in Münster im Mai 2018 Bild: dpa

Der Kölner Kardinal warnt den Hamburger Erzbischof: Es werde Fragen geben, er habe sich rechtswidrig verhalten. Erzbischof Heße aber erklärt sich für unschuldig. Kardinal Woelki hält den belastenden Bericht zurück.

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          Im Skandal um Missbrauch in der katholischen Kirche bringen neue Dokumente den Hamburger Erzbischof Stefan Heße und den Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki in Bedrängnis. In einem Brief, welcher der F.A.Z. vorliegt, konfrontierte Woelki bereits im Frühjahr 2019 Heße und weitere vormalige Verantwortliche im Erzbistum Köln damit, dass sie sich „in mehrerer Hinsicht rechtswidrig“ verhalten hätten. Dabei geht es um den Umgang mit einem Fall mutmaßlich schweren sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch einen Geistlichen in den Jahren 2010 und 2011.

          Daniel Deckers
          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

          Heße hatte damals in Köln die Hauptabteilung Personal-Seelsorge geleitet. Er gibt sich bis heute von seiner Unschuld überzeugt. Woelki berief sich in seinem Schreiben auf eine Einschätzung der Münchner Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl (WSW), die von einem namhaften Kirchenrechtler bestätigt worden war. Auch eine Woche nach der Veröffentlichung des WSW-Gutachtens über Versäumnisse im Bistum Aachen im Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs hält Woelki ein vergleichbares Gutachten der Kanzlei über entsprechende Vorgänge im Erzbistum Köln zurück.

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