Causa Woelki : Was sich ein Bischof alles leisten kann

Im Erzbistum Köln kann man sehen, was sich ein Bischof in der katholischen Kirche alles erlauben kann, ohne dass er um seinen Hirtenstab bangen müsste. Das wirft ein schlechtes Licht auf den Papst.
Im Herbst 2020 steckt der Kölner Kardinal ganz schön im Dilemma: Woelki will das erste Missbrauchsgutachten nicht veröffentlichen, das er selbst bei der Münchener Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl in Auftrag gegeben hat. Aber er will in der Öffentlichkeit auch nicht als Vertuscher dastehen. Was macht ein Bischof in einer solchen Situation? Er heuert eine PR-Agentur an. Die zimmert ihm eine ausgefeilte Strategie zurecht, das Ziel: Woelkis „Überleben“ im Amt zu sichern. Dazu soll der Kölner Kardinal den Betroffenenbeirat des Erzbistums auf seine Seite ziehen, empfiehlt die Agentur. Schließlich macht es sich viel besser, wenn Opfer sexuellen Missbrauchs ein solches Gutachten für unbrauchbar erklären als der Auftraggeber selbst.
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
- Mit einem Klick online kündbar






