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Krankes System : Kindermedizin in der Krise

Maximaler Druck: Kinderintensivstation eines Krankenhauses in Berlin Anfang Dezember Bild: Reuters

Die Infektionswelle bei Kindern überfordert Kliniken und Praxen. Gesundheitsminister Lauterbach will kurzfristig gegensteuern – und erntet mit seinen Ideen Kritik. Viel zu lange sei an der Pädiatrie gespart worden, heißt es.

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          Vor der Kinderarztpraxis in Frankfurt hat sich eine Schlange gebildet, Mütter und Väter haben ihre Kinder an der Hand oder auf dem Arm. Die Kleinen husten, schnupfen und jammern – doch das Wartezimmer der Praxis ist schon so voll, dass kein Stuhl mehr frei ist. Viele Eltern warten auch deshalb draußen, weil sie sich nicht noch mehr Viren und Bakterien ins Haus holen wollen. Es reicht ihnen, dass ihre Kinder im Moment jede zweite Woche flach liegen.

          Kim Björn Becker
          Redakteur in der Politik.
          Christian Geinitz
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin
          Lucia Schmidt
          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
          Heike Schmoll
          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          Auch in Westfalen wissen die Kinderärzte nicht mehr, wie sie ihre kleinen Patienten noch versorgen sollen. Pedro Andreo Garcia hat seit Jahrzehnten eine Kinderarztpraxis in Münster. Doch was gerade vor sicht geht, das hat der Pädiater so noch nicht erlebt. „Bereits vor zwei Monaten hatten wir Kinder- und Jugendärzte des Praxisnetzes Münster öffentlich vor der jetzt Situation gewarnt“, sagt er. „Corona-, RS-, Grippe- und andere Atemwegs- und Magen-Darmviren verbreiten sich rasend schnell.“ Doch passiert sei nichts.

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