Rückläufige Zahlen : Impfskeptische Eltern brauchen mehr Aufklärung

Zu viele Eltern enthalten ihren Kindern Schutzimpfungen vor. Sie mögen das mit besten Absichten tun, doch gegen vage Skepsis hilft hierzulande vor allem Aufklärung.
Es gibt unterschiedliche Gründe dafür, dass Kinder zu selten gegen bestimmte Krankheiten geimpft sind, wie die Weltgesundheitsorganisation gerade mit Besorgnis festgestellt hat. Zu den gut nachvollziehbaren Gründen zählt, dass der Zugang zu medizinischer Versorgung in vielen Ländern nicht gut genug ist – sei es, weil Bürgerkrieg und Terrorismus herrschen, sei es, weil Ärzte und Impfstoffe oft schlicht nicht vorhanden sind.
Zu den weniger nachvollziehbaren Gründen zählt die seit der Corona-Pandemie deutlich gestiegene Impfskepsis, die gerade in reichen und gut versorgten Regionen der Hauptgrund dafür sein dürfte, dass Eltern ihren Kindern den Schutz vor schweren Erkrankungen vorenthalten.
Es kann Gründe geben, auf die Impfung zu verzichten
Sie mögen dies oft mit besten Absichten und dem Recht auf ihrer Seite tun, doch richtig wird die Entscheidung dadurch nicht automatisch. Es kann individuelle Gründe geben, eine empfohlene Schutzimpfung nicht zu geben, darüber wird jeder verantwortungsvolle Kinderarzt mit den Eltern sprechen.
Wer jedoch nur ein vages Misstrauen gegenüber Impfstoffherstellern, Praxen oder „dem Gesundheitssystem“ unkritisch höher gewichtet als den durch wissenschaftliche Studien begründeten Rat von Medizinern, trifft meist keine gute Entscheidung.
Aufklärung ist der Schlüssel, und Geduld in den Sprechzimmern der Kinderärzte. Es gilt auch hier: Was der Mensch zu verstehen gelernt hat, das fürchtet er nicht mehr.






