https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/lehren-aus-corona-die-naechste-pandemie-ist-nur-eine-frage-der-zeit-18246173.html

Lehren aus Corona : Die nächste Pandemie ist nur eine Frage der Zeit

  • -Aktualisiert am

In Accra ruft ein Wandbild zu Hygienemaßnahmen und Corona-Impfungen auf. Bild: Lotte Westermann

Der Austausch von Technologie und die Förderung von Innovationen ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit. Es ist auch das beste Mittel für den Kampf gegen Pandemien. Ein Gastbeitrag.

          6 Min.

          Der Kampf gegen schädliche Krankheitserreger ist seit jeher von Ungerechtigkeit geprägt. So auch im Fall von COVID‑19: Weltweit sind 11,9 Milliarden Impfdosen verabreicht worden – eine beispiellose Zahl –, was vielen Ländern dabei geholfen hat, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Doch in Afrika sind über 80 % der Bevölkerung noch immer ungeimpft – und das eineinhalb Jahre, nachdem der erste Mensch geimpft wurde. Solange diese Lücke nicht geschlossen wird, können wir weder die Welt vor neuen Virusvarianten schützen noch die akute Phase dieser Pandemie beenden.

          Dank bahnbrechender Innovationen wurden in Rekordzeit wirksame Impfstoffe zum Schutz gegen COVID‑19 entwickelt. Zu Beginn der Impfkampagne konzentrierte sich die Produktion von Impfstoffen und anderen Gesundheitstechnologien jedoch auf einige wenige, meist wohlhabende Länder. Ärmere Staaten mussten sich hinten anstellen. Inzwischen hat sich die Lage geändert: Das weltweite Angebot übersteigt mittlerweile die weltweite Nachfrage. Die internationale Gemeinschaft hat mithilfe des ACT‑Accelerator und der COVAX‑Plattform maßgeblich dazu beigetragen. Es hat sich gezeigt, dass der Kampf gegen Krankheiten wie COVID‑19 einer umfassenden Vorsorge sowie neuer Herangehensweisen bedarf, damit das Gesundheitswesen nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Ein russischer Raketenwerfer im September in der Region Donezk

          Moskaus Heer in der Ukraine : Die russische Kampfkraft schwindet

          Die russischen Streitkräfte haben schwere Verluste erlitten. Mit der von Putin verkündeten Teilmobilmachung können personelle Lücken gefüllt werden. Bei der Ausrüstung ist das schwieriger.
          Wenn schon sterben, dann mit Musik, lautet eine alte russische Soldatenredensart: Mobilisierte in einer Rekrutierungsstelle im südrussischen Bataisk

          Russland macht mobil : Das große Völkerbegräbnis

          Russland rekrutiert Zivilisten für den Ukrainekrieg. Die entlegenen und verarmten Regionen trifft es besonders hart. Die hochgerüsteten Ordnungshüter gehen brutal gegen Unwillige vor, doch dann werden die Soldaten oft unterversorgt an die Front geschickt. Ein Gastbeitrag.
          Russlands Präsident Wladimir Putin verliert an Rückhalt.

          Fachmann im Interview : „Er sagt sich: Wer braucht eine Welt ohne Putin?“

          Die wichtigste Methode Putins war bisher die Demobilisierung des eigenen Volks. Jetzt setzt er auf Mobilisierung. „Das ist ein absolut neues Experiment“, sagt der Moskauer Sozialwissenschaftler Grigorij Judin im Interview.