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Nicht genehmigte Demo : Angriff auf Kamerateam in Dortmund

  • Aktualisiert am

Blaulicht auf dem Dach eines Polizeiwagens. Bild: dpa

Bei einer unerlaubten Versammlung in der Dortmunder Innenstadt ist ein Mitglied der rechtsextremen Szene in Polizeigewahrsam genommen worden. Der Mann soll ein Kamerateam angegriffen und dabei eine Person leicht verletzt haben.

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          Bei einer nicht genehmigten Versammlung in Dortmund hat ein 23 Jahre alter Mann am Samstagnachmittag ein Kamerateam angegriffen. Nach Angaben der Polizei schlug der Angehörige der rechtsextremen Szene gegen die Kamera eines Presseteams und verletzte eine Person leicht. Die Polizei nahm den Angreifer daraufhin in Polizeigewahrsam. Dabei stellten die Beamten fest, dass es sich hierbei um denselben Mann handelte, der zuvor einen anderen Medienvertreter beleidigt hatte. Die Ermittlungen dauern an.

          Bei dem Angreifer handelt es sich nach Polizeiangaben um einen 23 Jahre alten Rechtsextremisten, der sich zuvor mit anderen polizeibekannten Mitgliedern der Szene unter die Versammlung am Alten Markt in Dortmund gemischt habe. Stadt und Polizei hatten eine ursprünglich genehmigte und an diesem Ort geplante Demonstration unter dem Motto „Nicht ohne uns“ kurzfristig untersagt und auf infektionsschutzrechtliche Gründe verwiesen. Dennoch fanden sich demnach ab 15.30 Uhr bis zu 150 Personen auf dem Alten Markt und in der Nähe der Hansastraße ein, wo später auch der Angriff stattfand. Nach Angaben der Beamten löste sich die Menschenmenge nach Lautsprecherdurchsagen aber zügig auf.

          Bei der nicht genehmigten Versammlung handelte es sich nach Augenzeugenberichten von Twitter-Nutzern um eine Mischung aus Corona-Kritikern, Impfgegnern und Rechtsextremisten, die sich an mehreren Orten in der Innenstadt versammelten. Der Dortmunder Polizei lagen nach eigenen Angaben bereits im Voraus gesicherte Erkenntnisse darüber vor, dass vom Verfassungsschutz beobachtete Rechtsextremisten am Samstag in der Dortmunder Innenstadt versuchen wollten, Demonstrationen zu unterwandern.

          Es ist bereits der dritte Angriff innerhalb weniger Wochen, bei dem ein Kamerateam attackiert wurde. Bei einer nicht angemeldeten Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen war zuletzt am 6. Mai ein Kamerateam der ARD vor dem Reichstagsgebäude in Berlin angegriffen worden. Die Polizei nahm damals einen Demonstranten fest.

          Am Maifeiertag waren Kameraleute des ZDF und Sicherheitsmitarbeiter, die sie begleiteten, verletzt worden. Das Team der „heute-show“ war für einen Beitrag über eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen unterwegs gewesen. Inzwischen ermittelt die Berliner Polizei gegen eine Gruppe von etwa fünfzehn Personen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Die Mitglieder der Gruppe werden verdächtigt, sechs Mitarbeiter des ZDF angegriffen und fünf verletzt zu haben, heißt es in einer Pressemitteilung der Berliner Polizei und der Generalstaatsanwaltschaft Berlin.

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