„Gewaltexzess“ : Protest gegen „Diktatorenfestival“ in Gießen eskaliert

Das eritreische Regime veranstaltet seit Jahren ein Kulturfestival in Gießen. Der Protest der Gegner eskaliert nun. Und die Kritik an der Veranstaltung selbst wächst.
In Deutschland werden immer wieder Konflikte aus fernen Weltgegenden ausgetragen. Der Staat Eritrea spielte dabei bisher keine Rolle. Seit dem Wochenende ist das anders. Am Samstag kam es im hessischen Gießen am Rande eines eritreischen „Kulturfestivals“ zu Gewalt. Laut der Polizei gingen etwa 100 Angreifer mit Schlagstöcken, Eisenstangen, Messern und Steinen auf Helfer sowie Besucher des Festivals los. Die Veranstaltung wurde danach abgesagt. Es gab 33 Verletzte, darunter sieben Polizistinnen und Polizisten. Erst am späten Abend konnte die Lage dank des Einsatzes von rund 300 Beamten beruhigt werden. Videos in sozialen Netzwerken zeigen junge Männer, die schreien und Steine werfen. Auch Fotos blutüberströmter vor allem älterer Männer werden geteilt. Ein Sprecher der Polizei sprach von „Gewaltexzessen“.


