FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Erzbistum Köln :
Woelkis Pläne verstoßen gegen das Konkordat

Von
Daniel Deckers
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Kardinal Rainer Maria Woelki während einer Trauermesse für Papst Franziskus am 4. Mai im Vatikan
Kardinal Rainer Maria Woelki während einer Trauermesse für Papst Franziskus am 4. Mai im VatikanReuters

Ein Gutachten kommt zu dem Schluss, dass das Vorhaben, die Priesterausbildung an eine bistumseigene Hochschule zu verlagern, Grundprinzipien im Verhältnis von Kirche und Staat widerspricht.

„Rechtlich fragwürdig, politisch unklug und institutionell schädlich“ – so lautet das Urteil zweier namhafter Juristen über das Vorhaben des Kölner Erzbischofs Rainer Maria Kardinal Woelki, die Priesterausbildung perspektivisch von der staatlichen katholisch-theologischen Fakultät der Universität Bonn an die bistumseigene Kölner Hochschule für katholische Theologie (KHKT) zu verlagern. Dabei ist Ausgangspunkt der Analyse der Kölner Hochschullehrer Stefan Muckel und Markus Ogorek, die dieser Zeitung vorliegt und im Oktober-Heft der Zeitung „Die Öffentliche Verwaltung“ (DÖV) erscheinen wird, denkbar trivial: Der Kölner Erzbischof ist wie jeder andere Bürger gehalten, sich an Recht und Gesetz zu halten. Das sind im Fall einer kirchlichen Hochschule das Grundgesetz, die Landesverfassung sowie die Konkordat genannten völkerrechtlichen Verträge zwischen dem Freistaat Preußen sowie zwischen dem Deutschen Reich und dem Vatikan aus dem Jahr 1929 (PrK) beziehungsweise 1933 (RK).

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