Commercial Court : Wie die Zukunft der Justiz aussehen könnte

Stuttgart baut ein staatliches Gericht für internationale Wirtschaftsverfahren auf. Es soll privaten Schiedsverfahren Konkurrenz machen – steht aber noch vor Hürden.
Mit dem Auto sind es knapp zehn Minuten vom Stuttgarter Flughafen und dem künftigen ICE-Haltepunkt an der Messe zum neuen Gerichtscampus im Stadtteil Fasanenhof. Die Nachbarn des neuen „Stuttgart Commercial Court“ heißen Fujitsu, ENBW und Dräger. Der Wartebereich des neuen Gerichts erinnert an den einer privaten Arztpraxis oder einer Großkanzlei. In die drei Verhandlungssäle dringt Licht durch bodentiefe Fenster, in einem Nebenraum zischt ein moderner Kaffeevollautomat. Für Anwälte, Richter und die weiteren Verfahrensbeteiligten soll, immer noch ungewöhnlich für die deutsche Justiz, der Servicecharakter betont werden.
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