Bischof Bätzing : „Der neue Papst setzt auf eine synodale Kirche“

Bischof Georg Bätzing spricht im Interview darüber, wie er den neuen Papst bei früheren Begegnungen erlebt hat. Und er erklärt, warum er die Papstwahl beruhigend fand.
Nein, ich hatte gar keine Favoritenliste. Aber ich war trotzdem überrascht. Natürlich habe ich verfolgt, welche Namen in den Medien genannt wurden. Er war offensichtlich nicht in einer der vorderen Positionen. Es war oft in der Diskussion, ob nicht einmal ein Papst aus Asien oder Afrika kommen könnte. Wir hatten als letzten Papst einen Lateinamerikaner. Nun haben wir einen Nordamerikaner mit lateinamerikanischer Erfahrung, und das ist wunderbar, Päpste kommen aus der Weltkirche. Ich habe mich auch gefreut, dass die Kardinäle sich so schnell geeinigt haben. Es zeigt einfach: die Kirche ist doch noch mal anders. Es gab keine Wahlkämpfe. Wir haben ja in der letzten Zeit auch Wahlkämpfe erlebt, die schmutzig sind. Das braucht es offenbar in der Weltkirche nicht, um einen Papst zu wählen. Das hat mich auch beruhigt. Es hat gezeigt, dass die Kardinäle wirklich geistlich wählen, dass der Heilige Geist wirkt.
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