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Querelen in der AfD : Petry würde notfalls mit Lucke zusammenarbeiten

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Frauke Petry kann sich eine weitere Zusammenarbeit mit Bernd Lucke vorstellen. Bild: dpa

Die Vorsitzende der AfD Frauke Petry will notfalls auch nach der Wahl eines neuen Parteivorstandes mit Bernd Lucke zusammenarbeiten. Lucke hatte das seinerseits schon ausgeschlossen. Der Parteivorstand wendet sich derweil gegen eine Anordnung des Schiedsgerichts.

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          Die Vorsitzende der AfD, Frauke Petry, würde nach der anstehenden Wahl eines neuen Parteivorstandes notfalls auch wieder mit ihrem Rivalen Bernd Lucke zusammenarbeiten. „Selbstverständlich werde ich für meine Inhalte weiter kämpfen“, sagte Petry am Mittwoch in Berlin. Parteigründer Lucke bildet im Moment noch gemeinsam mit Petry und Konrad Adam das Führungstrio der Partei. Er hatte eine künftige Zusammenarbeit mit Petry ausgeschlossen.

          Die Mitglieder der Alternative für Deutschland sollen die neue Führungsspitze auf einem Parteitag am 4. Juli in Essen wählen. Allerdings gibt es immer noch parteiinterne Diskussionen darüber, gemäß welcher Satzung diese Wahl ablaufen soll.

          Petry, die auch Fraktionsvorsitzende der AfD im sächsischen Landtag ist, will an diesem Donnerstag mit einer AfD-Delegation nach Athen reisen. Themen sind Asyl und die griechische Finanzkrise. Die AfD wirbt seit ihrer Gründung 2013 für einen Austritt Griechenlands aus der Währungsunion. Da sich aus dem AfD-Vorstand bisher vor allem der Volkswirt Lucke zu finanzpolitischen Fragen geäußert hat, wird die Reise von einigen Beobachtern als Versuch Petrys gewertet, auch auf diesem Gebiet Kompetenz zu demonstrieren.

          Am Dienstag war bekannt geworden, dass ein Richter des Parteischiedsgerichts angeordnet hat, den von Bernd Lucke gegründeten Verein „Weckruf 2015“ aufzulösen. Nun hat der Bundesvorstand die Aufhebung dieses Beschlusses beantragt. In dem Antrag, der FAZ.NET vorliegt heißt es: „Der Bundesvorstand beantragt, dass das Bundesschiedsgericht die Einstweilige Verfügung des Richters Bielitz in Sachen Weckruf 2015 überprüft und unverzüglich aufhebt“. Als Gründe werden die fehlende Eilbedürftigkeit, das fehlende Konkurrenzverhältnis und die fehlende Legitimation des Bundesvorstandes angegeben.

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