Urteil gegen Abu Walaa :
Zehneinhalb Jahre Haft für den „Statthalter des IS“

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Als „Prediger ohne Gesicht“ war Abu Walaa einst in der Szene bekannt. Hier in der vergangenen Woche im Gerichtssaal in Celle, im Hintergrund Boban S.
Als „Prediger ohne Gesicht“ war Abu Walaa einst in der Szene bekannt. Hier in der vergangenen Woche im Gerichtssaal in Celle, im Hintergrund Boban S.Daniel Pilar

Er galt als ranghöchstes IS-Mitglied und Statthalter der Terrororganisation in Deutschland – nun hat das Oberlandesgericht Celle Abu Walaa und mehrere seiner Helfer zu langen Haftstrafen verurteilt.

Am Ende war die Beweislage erdrückend. Zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilte das Oberlandesgericht Celle Ahmad Abdulaziz Abdullah A. am Mittwoch wegen der mitgliedschaftlichen Beteiligung in einer ausländischen terroristischen Vereinigung. Abu Walaa, wie der Prediger in der Szene genannt wird, sei vom „Islamischen Staat“ (IS) als dessen „Vertreter in Deutschland“ eingesetzt worden und autorisiert gewesen, im Namen des IS zu handeln, sagte der Vorsitzende Richter Frank Rosenow bei der Urteilsbegründung. Zudem habe er persönliche Kontakte zu den Führungsfiguren des IS unterhalten. Bis zu seiner Festnahme im Herbst 2016 sei er eine „führende Autorität mit hoher Strahlkraft“ in der dschihadistischen Szene in Deutschland gewesen.

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