Cameron und Sarkozy in Tripolis : Triumphaler Empfang

Selbst wenn sie ihre Bedeutung herunterspielen: Sarkozy und Cameron haben Verantwortung für die künftige Ordnung Libyens übernommen. Sie müssen und werden somit engagiert bleiben.
Der triumphale Empfang für den französischen Präsidenten und den britischen Premierminister in Tripolis ist verdient und logisch. Denn ohne Sarkozys und Camerons Drängen wäre die einschlägige UN-Resolution vermutlich nicht zustande gekommen, wäre der libysche Diktator Gaddafi nicht gestürzt worden. Dazu wären die Rebellen, auf sich alleine gestellt, zu schwach gewesen, und ohne den Militäreinsatz hätte Gaddafi seine Vernichtungsdrohungen wahrmachen können.
Selbst wenn sie ihre Bedeutung herunterspielen, so haben Sarkozy und Cameron doch Verantwortung für die künftige Ordnung des Landes übernommen. Was dort passiert, fällt auf sie als am Regimewechsel maßgeblich Beteiligte zurück; sie müssen und werden somit engagiert bleiben. Unabhängig von möglichen innenpolitischen Dividenden haben Sarkozy und Cameron mit ihrem Einsatz die europäischen Verhältnisse zurechtgerückt: Deutschland mag maßgeblich für Europas Wirtschaftsordnung sein (Stichwort Stabilitätsunion); in militärischen Dingen sind das nach wie vor und auch künftig Frankreich und Britannien. Gemeinsam.



