Bedrohte Demokratien : Lateinamerika im Griff der starken Männer

Korruption und Ungleichheit machen Lateinamerika auch politisch immer instabiler. Viele zweifeln nicht mehr nur an ihren Regierungen. Sondern an der Demokratie überhaupt.
Kolumbien hat sich für einen Richtungswechsel entschieden. Mit Gustavo Petro wird erstmals ein Linker das Land regieren. Nun beginne „eine neue Geschichte“, sagte Petro am Wahlabend. Wo er das Land hinführen wird, ist schwer abzusehen. Petro hat den Kolumbianern Sozialprogramme, kostenlose Universitäten, eine Landreform, die Abkehr von der Ölwirtschaft und mehr versprochen. Ökonomen sind skeptisch. Die von Petro als „Regime der Korruption“ bezeichnete Elite zittert. Denn sie ist in dieser Wahl untergegangen. Ihre Kandidaten hatten es nicht einmal in die Stichwahl geschafft.
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