Präsidentenwahl : Richtungswechsel in Bolivien
Die Bolivianer zeigen der Partei des früheren Präsidenten Morales die kalte Schulter. In die Stichwahl gelangen zwei Konservative. Es gibt Parallelen zur Milei-Wahl in Argentinien.
In Bolivien kommt es zu einem politischen Richtungswechsel. So viel steht nach dem ersten Wahlgang der Präsidentenwahl am Sonntag bereits fest, bei der nach ersten Auszählungen und Hochrechnungen mit Rodrigo Paz von der Christlich-Demokratischen Partei (PDC) und dem früheren Präsidenten Jorge Quiroga vom liberal-konservativen Bündnis „Libre“ zwei Oppositionskandidaten in die Stichwahl einziehen. Bei über 90 Prozent der ausgewerteten Stimmen kam Paz auf 32,8 Prozent der Stimmen, Quiroga lag bei 26,4 Prozent. Die Stichwahl am 19. Oktober wird die erste sein in der bolivianischen Geschichte, da seit der Einführung des zweiten Wahlgangs im Jahr 2009 alle Wahlen im ersten Wahlgang entschieden wurden.



