Neues Parlament :
In Syrien geht es jetzt um Macht, nicht um Demokratie

Christoph Ehrhardt
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Der syrische Präsident Ahmed al-Scharaa am 12. Juli vor dem neuen Parlament in Damaskus
Der syrische Präsident Ahmed al-Scharaa am 12. Juli vor dem neuen Parlament in DamaskusAP Photo/Ghaith Alsayed

Der neue syrische Präsident Ahmed al-Scharaa betrachtet das Abgeordnetenhaus als verlängerten Arm der Regierung. Die Patronage blüht wieder auf.

Wie es eineinhalb Jahre nach dem Sturz Assads um Syrien steht, zeigte am Wochenende eine Episode, die sich bei der Eröffnung des neuen Parlaments  in Damaskus zutrug. Als Ahmed al-Scharaa, der Übergangspräsident, nach seiner Rede das Rednerpult verließ, herrschte Stille. Jeder seiner Schritte war zu hören. Scharaa hatte seine Ansprüche an die Volksversammlung klar formuliert: Sie solle ein Vorbild für Verantwortungsbewusstsein und Kompetenz sein, rief er den Abgeordneten während der ersten Sitzung am 12. Juli zu.

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