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Seenotrettung : Sea-Watch rettet mehr als 100 Menschen im Mittelmeer

  • Aktualisiert am

Ein Rettungsboot bringt gerettete Menschen zur Sea-Watch 3. Bild: Sandra Singh/Sea-Watch/dpa

Im Mittelmeer hat die Crew der Sea-Watch bei mindestens zwei Einsätzen mehr als einhundert Menschen aus Seenot gerettet. Die gefährlichen Überfahrten fordern jedes Jahr eine hohe Anzahl an Toten.

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          Einen Tag nach Erreichen ihres Einsatzgebietes hat die deutsche Organisation Sea-Watch mehr als 60 Menschen im Mittelmeer aus Seenot gerettet. Unter ihnen seien viele Kinder gewesen, schrieb Sea-Watch am Sonntag auf Twitter. Die Menschen würden an Bord medizinisch versorgt. Drei Stunden später meldete Sea-Watch eine zweite Rettungsaktion, bei der 54 Menschen von einem Schlauchboot gerettet worden seien.

          Das Einsatzgebiet der „Sea-Watch 3“ liegt nach Angaben der privaten Seenotretter vor der Küste Libyens. Das Schiff hatte Anfang August mehr als 250 gerettete Bootsmigranten nach Trapani auf Sizilien gebracht.

          Zudem kamen nach Meldungen der italienischen Nachrichtenagentur Ansa am Sonntag 49 Migranten mit mehreren Boot an Sardiniens Küsten an. Weitere 31 Migranten erreichten die italienische Insel Lampedusa und 41 – alle Tunesier – gingen in Sizilien an Land.

          Die Menschen versuchen meist von den Küsten Tunesiens oder Libyens über das Mittelmeer in die EU zu gelangen. Sie sind auf der Flucht oder erhoffen sich dort ein besseres Leben. Immer wieder kommt es auf den gefährlichen Überfahrten auch zu Unglücken mit Todesopfern. Mitunter greifen die Küstenwachen der nordafrikanischen Länder die Menschen auf und bringen sie wieder zurück.

          Seit Jahresbeginn sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) bereits etwa 1400 Migranten bei der gefährlichen Überfahrt über das Mittelmeer gestorben. Nach offiziellen Zahlen waren es im vergangenen Jahr mehr als 1200 Todesopfer. Experten gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus.

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