Völkerstrafrecht : 30 Jahre Haft für den „Terminator“

Seine Milizen begingen in Kongo grausame Verbrechen – Morde, Vergewaltigungen und die Zwangsrekrutierung von Kindersoldaten. Nun hat der Internationale Strafgerichtshof Bosco Ntaganda zu einer langen Haftstrafe verurteilt.
Dass der kongolesische Rebellenführer Bosco Ntaganda – dessen Beiname „Terminator“ lautet – etliche Kriegsverbrechen begangen hat, befand der Internationale Strafgerichtshof von Den Haag bereits im Juli. Nun wurde der 46 Jahre alte Warlord zu 30 Jahren Haft verurteilt. Die Zeit der Untersuchungshaft wird auf das Strafmaß angerechnet – Ntaganda befindet sich bereits seit März 2013 im Gefängnis. Damals hatte er sich freiwillig den Behörden gestellt, vermutlich aus Angst vor Racheakten konkurrierender Milizen. Der Prozess begann im September 2015. Das Strafmaß kann noch angefochten werden. Über Entschädigungszahlungen an Opfer soll noch befunden werden.





