https://www.faz.net/-gpf-a7c6z

Amerikanische Diplomatie : Pompeo hebt Kontaktbeschränkungen zu Taiwan auf

  • Aktualisiert am

Amerikas Außenminister Mike Pompeo Bild: AP

Amerika unterhält mit Taiwan nur inoffizielle Beziehungen, um das Regime in China zu beschwichtigen. Damit sei nun Schluss, sagt Außenminister Pompeo kurz vor dem Regierungswechsel in den Vereinigten Staaten.

          1 Min.

          Amerikas Regierung hebt selbst auferlegte Beschränkungen im Umgang von amerikanischen Diplomaten und Regierungsvertreten mit deren Ansprechpartnern in Taiwan auf. „Die Regierung der Vereinigten Staaten ergriff diese Maßnahmen einseitig, um das kommunistische Regime in Peking zu beschwichtigen“, teilte Außenminister Mike Pompeo am Samstag mit. „Damit ist jetzt Schluss.“ Der Schritt erfolgt vor einem geplanten Besuch der amerikanischen UN-Botschafterin Kelly Craft in Taiwan, der vom 13. bis 15. Januar geplant ist und von China scharf kritisiert wird.

          China verlangt von diplomatischen Partnern, keine offiziellen Kontakte mit der Regierung in Taipeh zu unterhalten. Die kommunistische Führung in Peking betrachtet die demokratische Insel nur als Teil der Volksrepublik, obwohl sie nie dazu gehört hat. Außenamtssprecherin Hua Chunying hatte am Freitag vor Journalisten in Peking gesagt, einige „antichinesische Politiker“ wie Pompeo täten in ihrer verbleibenden Amtszeit alles, um die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und China zu untergraben. „Wir hoffen und wissen, dass jene in Amerika einen hohen Preis für ihr Fehlverhalten bezahlen werden.“

          Pompeo teilte mit, Regierungsbehörden sollten alle früheren „Kontaktrichtlinien“ des Außenministeriums in Bezug auf die Beziehungen zu Taiwan als null und nichtig betrachten. Die Beziehungen zwischen der Regierung des abgewählten Präsidenten Donald Trump und der Regierung in Peking sind angespannt. Die Vereinigten Staaten und Taiwan unterhalten nur inoffizielle Beziehungen. Das American Institute in Taiwan (AIT) ist für die Umsetzung der amerikanischen Politik gegenüber Taiwan verantwortlich.

          Weitere Themen

          Chinas Präsident Xi warnt vor „neuem Kalten Krieg“ Video-Seite öffnen

          Digitale Ansprache : Chinas Präsident Xi warnt vor „neuem Kalten Krieg“

          Chinas Präsident Xi Jinping hat Spitzen von Politik und Wirtschaft vor einem „neuem Kalten Krieg“ gewarnt. Eine solche Konfrontation werde „in einer Sackgasse“ enden, sagte Xi in einer digital übertragenen Ansprache an die Teilnehmer des diesjährigen Weltwirtschaftsforums.

          Topmeldungen

          Mitglieder der amerikanischen Nationalgarde vor dem Kapitol in Washington

          Impeachment : Anklage gegen Trump im Senat verlesen

          Bei einer Verurteilung im Senat droht Donald Trump eine lebenslange Sperre für das Präsidentenamt. Sein Nachfolger Joe Biden glaubt aber nicht, dass es so weit kommt.
          Verschiedene Geldanlagen zu verwalten kann manchem vorkommen wie Jonglage.

          Bilanz ziehen : Neuer Glanz auf altem Vermögen

          So eine Vermögensbilanz kann Überraschungen bergen, Sie aber vor ebensolchen bösen bewahren. Unser Autor hat Tipps zur Aufstellung und zur Umschichtung von Hab und Gut.
          Bitte kein soziales Elend zu später Stunde: Moderator Jan Plasberg und Gäste sprachen in der ARD-Sendung "Hart aber fair" über die Coronakrise.

          TV-Kritik: Hart aber fair : Maximal empathielos

          Wut, Ohnmacht, Verschwörungstheorien: Bei „Hart aber fair“ arbeiten sich Frank Plasberg und seine Gäste an den Nebenwirkungen der Corona-Krise ab. Gefährlich ist, was ungesagt bleibt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.