Lateinamerika in Unruhe : Die Macht der Generäle

Brennende Barrikaden, fliehende Präsidenten und Ausnahmezustand: Soziale Unruhen haben Lateinamerika 2019 geprägt. Das Militär greift wieder wie einst in die Politik ein – und genießt das Vertrauen vieler Bürger.
Bilder von brennenden Barrikaden, von Tränengas und Gummischrot gegen Demonstranten prägen den Jahresrückblick in Lateinamerika. Die sozialen Proteste haben verschiedene Länder des Halb-Kontinents aufgewühlt und verändert. Sie zeigen die Unzufriedenheit der Lateinamerikaner mit den Zuständen in ihren Ländern, mit der anhaltenden Ungerechtigkeit, der Korruption, der Gewalt und der Ineffizienz des Staates. Gleichzeitig hat sich in diesen turbulenten Monaten noch etwas anderes gezeigt: In Lateinamerika hängt der Machterhalt wieder – oder immer noch – von der Loyalität der Armee ab.
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