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Krieg in Syrien : Armee startet Offensive im Südwesten

  • Aktualisiert am

Der Kampf um den Südwesten Syriens tobt seit Wochen. Bild: Reuters

Nach Angaben von Aktivisten habe es stundenlangen Beschuss mit Raketen und Granaten gegeben. Damit würden die Regierungstruppen versuchen, den Rebellen eine weitere Provinz abzunehmen.

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          Das syrische Militär hat laut Aktivisten am frühen Sonntagmorgen eine Offensive gegen Stellungen der Rebellen in der südwestlichen Provinz Kuneitra begonnen. Etwa 800 Raketen und Granaten seien abgefeuert worden, am Boden gebe es heftige Kämpfe, sagte der Chef der in Großbritannien ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, der Nachrichtenagentur AFP. Die Ortschaft Maschara wurde demnach bereits eingenommen.

          Bei dem stundenlangen Raketenbeschuss seien auch Orte in der angrenzenden Provinz Daraa getroffen worden, sagte Rahman. Luftangriffe habe es nicht gegeben und auch russische Truppen beteiligten sich laut Rahman nicht an der Offensive. Die Beobachtungsstelle steht den bewaffneten Regierungsgegnern nahe, ihre von Aktivisten in Syrien stammenden Angaben können nur schwer überprüft werden.

          Syrische Regierungstruppen hatten mit Unterstützung Russlands am 19. Juni eine groß angelegte Offensive in der südlichen Provinz Daraa gestartet. Nach Angaben der Beobachtungsstelle kontrolliert das syrische Militär mittlerweile mehr als 80 Prozent von Daraa.

          Die Provinz Sueida östlich von Daraa ist demnach vollständig unter Kontrolle der Regierung in Damaskus. Mehr als zwei Drittel der Provinz Kuneitra weiter westlich, entlang der Grenze mit dem von Israel besetzten Golan, seien dagegen weiterhin in der Hand der Rebellen.

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