Italiens Migrationspolitik : Nächstes Urteil gegen Lager in Albanien

Der Streit zwischen Italiens Regierung und der Justiz spitzt sich zu, nachdem die Abschiebelager in Albanien zum dritten Mal für illegal erklärt wurden.
Am Freitagabend hat ein Berufungsgericht in Rom die Verbringung von 43 Migranten aus den exterritorialen Aufnahme- und Abschiebelagern in Nordalbanien nach Italien angeordnet. Damit scheiterte, nach Oktober und November 2024, zum dritten Mal der Versuch der Mitte-rechts-Koalition unter Führung von Giorgia Meloni, Migranten aus sicheren Herkunftsländern nach einem verkürzten Asylverfahren in Albanien direkt in deren Heimatstaaten zurückzuführen. Die 43 Bootsflüchtlinge wurden nach vier Tagen in Albanien in der Nacht zum Samstag nach Bari gebracht. Sie durchlaufen nun in Italien den herkömmlichen Prozess zur Überprüfung ihres Asylbegehrens, statt von Albanien aus abgeschoben zu werden, ohne jemals EU-Boden betreten zu haben.
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