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Corona-Tracking in China : Wehe, wenn das Handy rot leuchtet

Flugpassagierin mit Handy und Corona-Tracking-Armband in Hongkong Bild: AFP

In China entscheiden jetzt Apps darüber, wohin man darf. Trotzdem haben die Behörden oft keine Ahnung, wer wo ist. Ausgerechnet im Kampf gegen das Virus erweist sich der Schnüffelapparat als erstaunlich analog.

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          Kaum habe ich meine Daten in die Pekinger Gesundheitsapp eingetragen, klingelt das Telefon. „Sind Sie schon in Peking?“, will die Frau vom Nachbarschaftskomitee in der Hauptstadt wissen. Die Frage kommt überraschend. Schließlich habe ich doch gerade schriftlich mitgeteilt, dass ich in Wuhan bin und am Wochenende zurückfahren will. Selbst die Zugnummer habe ich in der App hinterlegt, damit mich Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde am Bahnhof in Empfang nehmen und zur Quarantäne in meine Wohnung fahren können. So ist es Vorschrift bei Fahrten aus Wuhan, bis vor kurzem noch Epizentrum der Seuche.

          Friederike Böge
          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.

          Zwei Tage nach der Ankunft in Peking kommt dann wieder ein Anruf, diesmal vom Nachbarschaftskomitee in Wuhan: „Sind Sie noch in Wuhan?“

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