30 Jahre Tiananmen-Aufstand : Verordnetes Vergessen

1989 beendete das Regime in China die Protestaktion einer Studentenbewegung auf dem Tiananmen-Platz mit Gewalt. Seitdem ist das Thema ein nationales Tabu – das die Regierung mit strikter Zensur durchsetzt.
Womöglich wäre Chinas Geschichte anders verlaufen, wenn an jenem Tag der Kameramann des Staatsfernsehens am rechten Platz gewesen wäre. Es war der 14. Mai 1989. Eine Delegation der Studentenbewegung vom Tiananmen-Platz traf mit Vertretern der Parteiführung zusammen. Die Studenten forderten eine Live-Übertragung der Gespräche. „Wir wissen immer noch nicht genau, was passiert ist“, sagt Wu’er Kaixi, der damals einer der prominentesten Studentenführer war. Der Chef der Einheitsfront der Partei habe den Kameramann gesucht, aber einfach nicht finden können. „Wer hat das angeordnet?“, fragt sich Wu’er Kaixi bis heute.
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
- Mit einem Klick online kündbar


