Wettstreit mit China : Der Westen setzt auf den Lobito-Korridor

Seit Jahren baut China in Afrika Straßen, Häfen und ganze Vororte. Der Westen versucht mit einer langen Bahnstrecke aufzuholen. Wie kommt das in der Region an?
Einige der Wartenden im Bahnhof von Lobito sind schon frühmorgens angekommen, manche haben die Nacht auf den Stühlen verbracht, um eine Fahrkarte zu ergattern: Männer, Frauen, einige mit Kindern, alle mit viel Gepäck. Auf den Schienen steht schon der Benguela-Express bereit. Am nächsten Tag geht es los. Von der angolanischen Hafenstadt fährt der rot-gelbe Zug über Huambonach Luau an der kongolesischen Grenze. 1334 Kilometer lang ist die Strecke, 30 Stunden dauert die einfache Fahrt. Nur einmal in der Woche, immer montags, macht der Zug sich auf diese Reise. Donnerstags geht es wieder zurück.


