Die Demographie ist die „Mutter aller Probleme“
In Wahlkämpfen wird Migration zum Sündenbock erklärt. Die Fakten zeigen ein anderes Bild: Ohne Zuwanderung droht Deutschland noch weiter an Arbeitskräften, Innovationskraft und Wohlstand zu verlieren.
Die Bundesregierung will das Kontingent für Arbeitskräfte aus dem Westbalkan vom nächsten Jahr an halbieren. Bauernverband und Unternehmer, aber auch die Arbeitsagenturen halten das für problematisch.
In Wahlkämpfen wird Migration zum Sündenbock erklärt. Die Fakten zeigen ein anderes Bild: Ohne Zuwanderung droht Deutschland noch weiter an Arbeitskräften, Innovationskraft und Wohlstand zu verlieren.
Irlands Wirtschaftsdaten sind gut – doch die Bevölkerung ist trotzdem unzufrieden. Inflation, Wohnungsknappheit und Zuwanderung sind die Hauptsorgen. Höhere Staatsausgaben helfen da nicht unbedingt.
Nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt stellt sich die Frage nach den Folgen nationaler Abschottung. Die IHK Darmstadt warnt vor einem Austritt aus dem Eurosystem sowie vor einer Begrenzung regulärer Zuwanderung.
Bei der Aktion „Deutschland spricht“ haben wir in diesem Jahr einige Fragen gestellt, die auch auf die Wahl in Sachsen-Anhalt abzielen. Überraschend: Ost/West liegt weniger weit auseinander als andere Gruppen.
Arbeiten die Deutschen zu wenig? Ist Zuwanderung ein Problem? Die Auswertung von 20.000 Abstimmungen bei „Deutschland spricht“ zeigt: Die Mauer in den Köpfen verläuft längst nicht mehr zwischen Ost und West.
Im Schnitt sind die Menschen nirgends älter als in Sachsen-Anhalt. Nun gehen auch die Babyboomer in Rente. Fachleute sind sich einig, dass dringend Fachkräfte aus dem Ausland benötigt werden – die AfD sieht das anders.
Chris-Gabriel Islam geht es darum, ein Miteinander zu finden. Tobias Eggert wünscht sich „qualifizierte Zuwanderer“. Die Aktion „Deutschland spricht“ bringt sie zusammen.
Erstmals seit Jahren ist die Bevölkerung leicht geschrumpft. 83,5 Millionen Menschen lebten zum Jahresende in Deutschland. Die Zuwanderung konnte das Geburtendefizit nicht ausgleichen.
27 Prozent der Schweizer Bevölkerung sind Ausländer. Nun wird über einen Bevölkerungsdeckel abgestimmt. Dabei steht viel auf dem Spiel – nicht nur für Migranten.
Die Abstimmung über eine Obergrenze der Bevölkerung von zehn Millionen lässt die Schweizer Wirtschaft zittern. Sie ist auf Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen und fürchtet um den Zugang zum europäischen Binnenmarkt.
Die AfD legt ihr Berlin-Programm vor. Migration stoppen, Clankriminalität bekämpfen, Kleingärten erhalten – darauf setzt Spitzenfrau Kristin Brinker.
Die Zuwanderung aus vielen Teilen der Welt nimmt deutlich ab, und zahlreiche Flüchtlinge kehren in ihre Heimat zurück. Die hessische Arbeitsministerin Hofmann sieht die Entwicklung mit gemischten Gefühlen.
Wer über Zuwanderung und Kriminalität spricht, gilt schnell als rechts oder rassistisch. Statt Fakten einzuordnen, werden sie lieber verdrängt – das bringt Haltungsnoten und mag politisch anschlussfähig sein. Reale Probleme löst es nicht.
Ein amerikanischer Ökonom wirft Forschern vor, bei der Auswertung von Daten nicht neutral zu sein. Seine Verbindungen zur Trump-Regierung werfen jedoch Fragen auf.
Eine Analyse des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt, dass Deutschland vor einem demographischen Paradigmenwechsel steht. Die Bevölkerung dürfte in den kommenden zwanzig Jahren um 2,9 Prozent schrumpfen.
Immer weniger junge Menschen und dafür immer mehr Rentner: Die Alterung Deutschland schreitet voran. Dabei zeigen sich regional deutliche Unterschiede.
Die Politik muss sichtbar an dem arbeiten, was den Menschen im Alltag wichtig ist. Sie braucht außerdem Gelassenheit – und den Mut, etwas zu wagen.
Eine Polarisierungsstudie der Technischen Universität Dresden präsentiert ein spannendes Meinungsbild der Deutschen. Es geht von der Zeitenwende bis hin zur Regenbogenflagge.
Die Geburtenrate in Thüringen liegt so niedrig, wie seit 30 Jahren nicht mehr. Holger Poppenhäger, der Chef des Statistischen Landesamts, fordert politische Maßnahmen gegen den Schwund.
Politiker streiten sich nicht über die Themen, die einer Mehrheit wichtiger sind. Das ergibt sich aus einer internationalen Umfrage.
Mehr Arbeit darf kein Tabuthema sein. Wir brauchen mehr Flexibilität, mehr Netto vom Brutto – und eine bessere Betreuungsinfrastruktur.
Die größte Partei des Landes will den Zustrom aus der EU bremsen und die Personenfreizügigkeit beenden. Für die Wirtschaft wäre das ein harter Schlag. Sie ist auf Zuwanderer angewiesen.
Selbst mit gleichen Qualifikationen verdienen Migranten weniger als Einheimische. Das liegt aber weniger an einer direkten Diskriminierung bei der Bezahlung, zeigt eine neue Studie.
Cem Özdemir soll an diesem Samstag Spitzenkandidat der baden-württembergischen Grünen werden. Ein Gespräch über Zumutungen bei der Zuwanderung, KI und Klimaschutz.
Das Land drohe „eine Insel der Fremden“ zu werden, sagt Premierminister Starmer – und erregt Aufsehen. Die Partei des Brexit-Kämpfers Nigel Farage profitiert davon.
Nach zwanzig Jahren in Berlin geht Cem Özdemir nach Stuttgart. Im Interview spricht er über das Berliner Politikerdasein, die AfD und seine Hoffnungen für Baden-Württemberg.
Am Wissenschaftszentrum Berlin ziehen Migrationsforscher zehn Jahre nach der Flüchtlingskrise eine gemischte Bilanz. Die Arbeitsmarktintegration zeigt Erfolge, über Kriminalität weiß man wenig.
Die kommende Regierung sollte die Ressourcen unserer Gesellschaft besser nutzen, sagt Katharina Spieß, die Direktorin des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung. Sie zeigt die vier wichtigsten Ansätze, um fit für die Zukunft zu werden.
Eine Studie des ifo-Instituts kommt zu dem Schluss: Migration erhöht die Kriminalität nicht systematisch. Doch es gibt Kritik.
Für drei Tage führt Frank-Walter Steinmeier seine Amtsgeschäfte von der Kleinstadt im Kreis Marburg-Biedenkopf aus. Ziel des Besuches ist es, mit Bürgern ins Gespräch zu kommen – insbesondere über die Themen Zuwanderung und Integration.
Im Frankfurter Stadtteil Sossenheim begegnen sich zwei Milieus: Das eine ist kleinbürgerlich, das andere migrantisch geprägt. Was bewegt die Menschen hier vor der Bundestagswahl?
Das drittgrößte deutsche Uniklinikum kommt ohne Fachkräfte mit ausländischen Wurzeln nicht mehr aus. Sein Ärztlicher Geschäftsführer Ardeschir Ghofrani sagt: „Das gesamte Gesundheitswesen ist auf Anwerbung angewiesen.“
Wie geht es nach der Bundestagswahl weiter? Und wie steht es um Migration, Schuldenbremse und Klimapolitik? Darum ging es beim „Bürgergespräch“ der F.A.Z. mit den Ressortleitern Heike Göbel und Jasper von Altenbockum.
Wie sieht eine sinnvolle Sicherheitspolitik nach der Bundestagswahl aus? Die Frage wird vor allem von einem Thema überlagert: der Migration. Dabei gibt es weitere Themen, die für die Ermittlungsbehörden von Bedeutung sind.
Scholz bescheinigt sich die größtmögliche Führungskraft, Habeck gibt mal wieder Fehler zu, und Alice Weidel versucht, eine abgelehnte Asylbewerberin zum Bleiben zu bewegen: Bei „Klartext“ im ZDF werden die Kanzlerkandidaten mit Bürgerfragen konfrontiert.
Nun ist das passiert, was die meisten Parteien verhindern wollten: Die Zuwanderung dominiert den Wahlkampf. Doch das wird der Lebenswirklichkeit vieler Wähler nicht gerecht.