Entwicklungshilfe : Selma, Fida und Jubadu bringen das Licht

In einem Dorf in Indien werden Frauen aus Entwicklungsländern zu Solar-Ingenieurinnen ausgebildet. Wenn sie in ihre Heimat zurückkehren, bringen sie ihr Wissen mit - und ein neues Selbstbewusstsein. Ein Besuch bei den „Solar Mamas“.
Den Namen haben sie sich irgendwann selbst gegeben. Wann das war und aus welchem Land die Frau kam, die ihn prägte, das weiß man in Tilonia heute nicht mehr. Aber „Solar Mama“, das blieb hängen. Manchmal nennen sie sich auch die „No-problem-Mamas“. „No problem“ ist oft der einzige Satz, den sie auf Englisch können. „No problem“, sagen sie trotzig, wenn sie die schwierigen Begriffe für die Module, die Schaltkreise lernen müssen. Wenn ihre Hände, die sonst Vieh treiben und den Acker bearbeiten, plötzlich dünne Drähte zusammenlöten müssen. „No problem“, sagen sie und denken am Anfang doch, das schaffen sie nie. Bis sie es nach einigen Monaten, trotz aller Widrigkeiten, geschafft haben. Bis sie ihr Modul in die Solarlampe einsetzen und die wirklich leuchtet. No problem.





