Das Prinzip anhaltender Aktualität
Seit Jahren diskutieren Ulrike Draesner und John von Düffel im Literaturhaus Stuttgart über Klassiker von Dante bis Kästner. Wie gut, dass man alle Gespräche, auch das jüngste, im Hörbuch nachhören kann.
Wie geht die Welt unter? Im tosenden Applaus. Ob es nicht auch anders ginge, fragt Regisseur Dušan David Pařízek und bringt am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg Erich Kästners Roman „Fabian“ auf die Bühne.
Seit Jahren diskutieren Ulrike Draesner und John von Düffel im Literaturhaus Stuttgart über Klassiker von Dante bis Kästner. Wie gut, dass man alle Gespräche, auch das jüngste, im Hörbuch nachhören kann.
St. Moritz ist ein Refugium der Reichen. Hinter der schillernden Fassade verbirgt sich jedoch mehr, als die Dichte an Pelzmänteln, schnellen Autos und Luxushotels vermuten lässt. Die Serie „Superlative der Alpen“.
Hier hielt Einstein seine erste politische Rede, hier lebten Georg Heym, Erich Kästner und Bertolt Brecht. Ein Blick in die Geschichte des Nürnberger Platzes aus Anlass der Planung eines neuen Kulturquartiers in Berlin.
Die Reaktionen der Jugend auf abstrakte Kunst im Jahr 1945 waren enttäuschend. Was bedeutete Gegenwartskunst in diesem Jahr? Die ersten Ausstellungen moderner Malerei lassen tief in die Abgründe zuvor blicken.
Von chronischer Aktualität: Erich Kästner demonstriert in „Die Schule der Diktatoren“ die Austauschbarkeit des Alleinherrschers.
Die Büchergilde blickt zu ihrem Jubiläum auf ein sie prägendes Autorentrio zurück. Doch Wolfgang Eckerts und Jürgen Seuls Studie zu Erich Knauf, Erich Kästner und Erich Ohser hat zu viele Fehler. Eine verpasste Chance.
Kann man über Depression, Tod, Bettnässen, Psychosen so schreiben, dass man Mitleid und Unterhaltung zugleich erfährt? Annika Scheffel gelingt das in ihrem Jugendroman „Alle Farben von Licht“.
Wie man Frieden mit der Natur schließt: Über Erich Kästners wegweisende Erzählung „Die Konferenz der Tiere“, in der die Menschheit zur Vernunft gezwungen wird.
Vor 75 Jahren wurde die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung gegründet. Nun blickt sie selbstkritisch auf ihre Anfänge zurück. Und was ist mit der Zukunft?
Wenn auch das eigene Leben zur Erzählung werden kann: Nachwuchswissenschaftler zeigen in Aachen, welchen möglichen Einfluss Literatur auf die Psyche hat.
Walter Trier wurde von den Nationalsozialisten vertrieben. Wenn, dann blieb er als Illustrator der Kinderbücher Erich Kästners in Erinnerung. Nun erhält er endlich die Aufmerksamkeit, die ihm gebührt: mit einer Tafel an seiner alten Adresse in Berlin.
„Du aber konntest deinen Frieden machen mit diesen Mördern“: Ein verfrühter Nachruf auf Erich Kästner geht 1942 von Palästina aus mit dem in Deutschland gebliebenen Autor hart ins Gericht.
Vor 125 Jahren wurde er geboren, vor 50 Jahren ist er gestorben: Erich Kästner hat in seinen berühmtesten Figuren wie Fabian oder Emil und den Detektiven soziale Konflikte gezeigt, die uns auch heute beschäftigen. Ein Gastbeitrag.
Über Kästner wie Kästner: Mit Gespür für Pointen traktiert Tobias Lehmkuhl das Verhalten des Schriftstellers im Nationalsozialismus.
Ein Jubiläumsjahrgeschenk: Zum hundertsten Geburtstag von Otfried Preußler erscheint dessen Jugendbuchklassiker „Krabat“ mit Illustrationen von Mehrhad Zaeri.
Die Kunst und ihr Preis: Daniel Kehlmanns Roman „Lichtspiel“ erzählt davon, wie der große Regisseur Georg Wilhelm Pabst unter den Nazis trotz allem weiter Filme drehte.
„Das fliegende Klassenzimmer“ wurde 1954 zum ersten Mal verfilmt, eine der Hauptrollen spielte der spätere Musikstar Peter Kraus. Wie erlebte er die Dreharbeiten?
Die neueste Verfilmung des „Fliegenden Klassenzimmers“ ist diverser und weiblicher als alle Vorgänger. Ein Gespräch mit der Regisseurin Carolina Hellsgård.
In Dominik Grafs Dokumentarfilm „Jeder schreibt für sich allein“ geht es um Schriftsteller, die in der Nazizeit in Deutschland blieben – und um den vorbehaltlosen Blick auf sie. Ein Gespräch mit dem Regisseur.
Arten der Anpassung: Dominik Grafs Dokumentarfilm „Jeder schreibt für sich allein“ befragt die Literatur nicht emigrierter Deutscher unter Hitler.
Die Kinderoper „Der 35. Mai“ nach Erich Kästner ist ihr größter Hit. Jetzt wird die Komponistin Violeta Dinescu siebzig Jahre alt.
Fast hundert Jahre nach seiner Entstehung hat die Geschichte von Erich Kästner nichts von ihrem Zauber verloren. In Bad Vilbel ist sie als Musical zu sehen.
Mit durchgeknalltem Witz und höchst unterhaltsam inszeniert Bjarne Gedrath Erich Kästners schwarze Komödie „Schule der Diktatoren“ in der Wiesbadener Wartburg. Der Zeigefinger bleibt dabei glücklicherweise unten.
Das Kreuzworträtsel von Christian Meurer erscheint jede Woche am Freitag.
Der e.o.plauen-Preis, eine der bedeutendsten deutschen Auszeichnungen für Illustrationskunst, geht in diesem Jahr an die Hamburger Comiczeichnerin Isabel Kreitz.
Florian Illies sucht für sein neues Buch nach „Liebe in Zeiten des Hasses“ in den Jahren zwischen 1929 und 1939. Mit Pathos spart sein Appell an die Gegenwart nicht.
Im Wahlkampf ist vieles möglich: mit den Tücken der Lyrik kämpfende Politiker genauso wie Journalisten als Wahlkämpfer. Bei Sandra Maischberger lernten die Zuschauer so immerhin einen längst vergessenen Dichter kennen.
Chinas Aufstieg zur Weltmacht +++ Dominik Graf verfilmt Erich Kästner +++ Reform der Öffentlich-Rechtlichen +++ 50-Milliarden-Dollar-Paket
Dominik Graf hat Erich Kästners Zeitroman „Fabian“ von 1931 verfilmt. Aus dem sachlichen Helden der untergehenden Weimarer Republik wird ein sentimentaler Liebender von heute. Das führt zu starken Kinomomenten, geht aber an dem Buch vorbei.
„Uns hat diese Nähe und Zärtlichkeit, die sich beim Drehen ergab, verblüfft“: Der Regisseur Dominik Graf spricht über seine Adaption von Erich Kästners „Fabian oder der Gang vor die Hunde“.
Jedes Kind hat im Laufe seiner Jugend den Wunsch, etwas zu kaufen, mit dem die Eltern nicht einverstanden sind. Dafür gibt es Taschengeld. Außerdem ist es eine sehr gute erste Möglichkeit, den Umgang mit Geld zu lernen.
Im Berliner Ensemble inszeniert Frank Castorf fünf Stunden lang Kästners „Fabian“ mit viel Geschrei. Das Deutsche Theater zeigt hingegen eine spannende Adaption von Ibsens „Die Wildente“ unter der Regie von Stephan Kimmig.
Zwischen Mythos und Wirklichkeit, Felsen und Weinbergen: Aussichten und Einsichten im Bannkreis der Loreley, der berühmtesten Bewohnerin aller deutschen Flüsse.
Auf der Berlinale erzählt das deutsche Kino Geschichten von Erich Kästner bis zum 11. September. Der Umgang mit der Sachlichkeit im Film erweist sich dabei als nicht so einfach.
Rindssuppe ist aus der Mode gekommen, den überteuerten Knochenbrühe-Hypes zum Trotz. Dabei diente sie früher nicht nur als Stärkung, sondern bei Kästner regelrecht als Distinktionsmerkmal für Sympathieträger.
Wo sich Außenseiter, Heimatlose und Künstler sehen lassen konnten: Zwei Bücher laden ein auf einen Kleinen Schwarzen in Berlin und Wien.