Zwei Kameraden aus dem Taunus
Heinrich Hettinger und Carl Müller lagen 1914 zusammen im Schützengraben. Der eine fiel, der andere schrieb darüber. Jetzt setzen ein Nachkomme und ein Forscher die Geschichten zusammen.
Nicht nur Rock, aber viel Roll. Musiklegenden, Unternehmer, Politiker, Royals. All jene lassen sich seit 100 Jahren gerne in einem Rolls-Royce Phantom chauffieren. Das muss gefeiert werden. Mit einem Blick auf das rollende Refugium der Reichen.
Als Erster Weltkrieg werden die kriegerischen Auseinandersetzungen vom 28. Juli 1914 bis zum 11. November 1918 bezeichnet. Da die europäischen Großmächte zu dieser Zeit noch Kolonien in aller Welt besaßen und mit unabhängigen Ländern Abkommen geschlossen hatten, wurden Nationen von Nicaragua bis Südafrika und von Neuseeland bis Kuba in den Konflikt hineingezogen.
Das Attentat von Sarajevo
Zur Jahrhundertwende lieferten sich die europäischen Mächte ein Wettrennen um die globale Dominanz. Der Imperialismus war auf seinem Höhepunkt. Großbritannien, Frankreich und Russland schlossen sich zu einem Bündnis (Triple Entente) auf der einen Seite zusammen, das Deutsche Reich, Österreich-Ungarn und Italien zum Dreibund auf der anderen Seite.
Als Auslöser des Ersten Weltkriegs wird das Attentat von Sarajevo auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand betrachtet. Den Habsburgern waren die Unabhängigkeitsbestrebungen Serbiens ein Dorn im Auge und das Land sollte nach dem Attentat bestraft werden. Serbien bat seinen Verbündeten Russland um Hilfe, der wiederum seine Bündnispartner mobilisierte. Auf der anderen Seite traten Deutschland und Italien nun – nicht zuletzt aufgrund des bestehenden Bundes mit Österreich-Ungarn – ebenfalls in den schwelenden Konflikt ein.
Der erste moderne Krieg
In nur fünf Jahren forderte der Erste Weltkrieg weltweit rund 17 Millionen Todesopfer und über 20 Millionen Verwundete. Ganze Landstriche wurden verwüstet, alte Großmächte, wie das Kaiserreich Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich zerfielen. Der Erste Weltkrieg gilt häufig als erster moderner Krieg, in dem Kriegswaffen wie Panzer und U-Boote zum Einsatz kamen.
Heinrich Hettinger und Carl Müller lagen 1914 zusammen im Schützengraben. Der eine fiel, der andere schrieb darüber. Jetzt setzen ein Nachkomme und ein Forscher die Geschichten zusammen.
Maša Klavora engagiert sich in Friedensprojekten und für den Walk of Peace von den Alpen bis zur Adria. Der führt an 30 Stationen und über 300 Gedenkstätten vorbei.
80 Jahre lang war Oranjemund abgeschottet von der Welt. Nach dem Ende des Diamantenbooms sucht die Stadt im Südwesten Namibias Wege in die Zukunft. Tourismus könnte einer davon sein.
Vor hundert Jahren wurden in Bayern zwei politische Prozesse geführt, die die Anfälligkeit der Weimarer Republik für rechtsextreme Propaganda zeigten. In beiden Verfahren waren Männer jüdischer Herkunft treibend.
Matti Geschonnecks Zweiteiler „Sturm kommt auf“ nach dem Roman „Unruhe um einen Friedfertigen“ von Oskar Maria Graf schildert, wie in der Weimarer Republik der Faschismus heraufzieht. Er zeigt, was auch in der Gegenwart auf dem Spiel steht.
Der Wohnungsbau vor 100 Jahren in Frankfurt gilt als vorbildhaft. Doch gleichzeitig mit der Schaffung der Ernst-May-Siedlungen modernisierte sich in den Zwanzigerjahren auch die Wirtschaft der Stadt in vielfacher Weise.
Vor 100 Jahren wurde das erste Fußballspiel live im Radio übertragen: Vom Reiz einer merkwürdigen Gattung.
Am 12. August 1916 sticht in Adelaide die HMAT A70 Ballarat in See. An Bord sind zwei Soldaten, die später eine Flaschenpost ins Meer werfen. 109 Jahre später findet sie eine australische Familie.
Sogar einen Bezug zu Goethe gibt es: Kaum ein Ort verbindet so gut die Geschichte von Handel, Architektur und Schicksalen wie der Kaufhof in Frankfurt. Vor 75 Jahren wurde er eröffnet.
Vor 70 Jahren wurde an der Saar über ein Autonomiestatut abgestimmt. Vor dem Votum stritten die Saarländer erbittert darüber, ob sie zu Deutschland gehören wollen.
Im Gazastreifen gibt es Hoffnung auf Frieden und Wiederaufbau. Aber was ist von den archäologischen Stätten in dieser jahrtausendealten Kulturlandschaft überhaupt noch übrig? Ein Gespräch mitdem Archäologen Wolfgang Zwickel
Eine Wiederentdeckung: Die Frankfurter Zeitung publizierte in der Weimarer Republik das „Technische Blatt“. Es spiegelt eine Zeit raschen Fortschritts und großer Rückschläge. Das gilt auch für das Schicksal des Schriftleiters.
Er aß wenig und einfach, zu seinen Lieblingsgerichten zählte Sauerampfersuppe: War der frühere Bundeskanzler, der Maisbrot und Soja-Wurst erfand, ein Öko? Ein Interview mit der Historikerin Claudia Waibel.
Carl Müller aus Oberursel war als Soldat im Ersten Weltkrieg. Er notierte, was er in Frankreich erlebte. Lange wusste niemand davon. Dann kam der Hobbyhistoriker Rolf Rehberg.
Einst war Simone Weil eine entschiedene Pazifistin, dann wollte sie unbedingt in den Kampf gegen Hitlers Deutschland ziehen. Kein Wunder, dass die französische Philosophin in diesen Tagen wieder in aller Munde ist.
Donald Trumps Zollpolitik fügt der Globalisierung Schaden zu. Beenden wird sie der US-Präsident aber nicht. Europa muss das nutzen.
Päpstlicher Kammerherr und Verbindungsmann des MI6: Eine Biographie beleuchtet das schillernde Leben Rudolf von Gerlachs.
Igor Strawinskys „Geschichte vom Soldaten“ verwandelt den Schock des Ersten Weltkriegs in ein unsentimentales Märchen. In Salzburg ist das Stück nun mit Marionetten von Georg Baselitz zu erleben. Ein genialischer Streich.
Was hätte ein Karl Kraus heute versammelt? Das Schauspielprogramm der Salzburger Festspiele eröffnet mit „Die letzten Tage der Menschheit“ und einer blutigen Protestaktion.
Wo Operette und Krieg zusammengingen: Karl Kraus’ „Letzte Tage der Menschheit“ und die Wiener Spektakelgesellschaft.
Mit Gewittersegen: Dieses Gedicht, entstanden vermutlich am Vorabend des Ersten Weltkriegs, ist auch das Zeugnis einer Schaffensbeziehung zweier Dichter.
Vom Kaiserreich bis in die Gegenwart – die IAA spiegelt über 125 Jahre Automobilgeschichte und gesellschaftlichen Wandel wider. 1904 ist Frankfurt zum ersten Mal Gastgeber der internationalen Automobilmesse. Eine Chronik.
Mütter, Liebhaberinnen, Freundinnen: Margaret Goldsmiths Roman von 1928 über die Vertreterinnen eines neuen Frauenbildes erscheint erstmals in deutscher Übersetzung.
Zum 210. Jahrestag der Schlacht von Waterloo zeigen Forscher, dass die Geschichte in Teilen neu geschrieben werden muss. Ein Großteil der in Sammlungen und Museen vorhandenen Überbleibsel des Kampfes ist offenbar gefälscht.
Frankreichs Medien werden von Mogulen beherrscht. Der gefährlichste ist Vincent Bolloré. Er krempelt Sender und Redaktionen um und führt einen Kulturkampf von rechts außen.
Der Tennisspieler Jannik Sinner zahlt Steuern in Monaco, die Meraner Bürgermeisterin Katharina Zeller legt die Trikolore ab – schon wird in Italien wieder über die „Italienischkeit“ der Südtiroler gestritten.
Unterordnung ist aufrechtzuerhalten: Eine Studie wirft neues Licht auf die Arbeit in den Maschinenräumen der britischen Handelsflotte im Zeitalter des Imperialismus.
An Veteranen, gefallene Soldaten und die zahllosen Kriegsopfer erinnern dieser Tage verschiedene Blumen. Das hat auch eine botanische Grundlage.
Die Mathildenhöhe in Darmstadt ist seit 2021 Weltkulturerbe. Die Stadt baut ein Besucherzentrum, um die Eigenheiten des Ensembles zu erklären. Unter anderem soll es aufklären, warum der Begriff „Darmstädter Jugendstil“ irreführend ist.
Der Deutsche Akademische Austauschdienst treibt seit hundert Jahren den Wissenschaftsaustausch voran. Ein Gespräch mit Präsident Joybrato Mukherjee strategische Herausforderungen in einer rauer gewordenen Welt.
Gerd Krumeichs Lebensthema sind der Erste Weltkrieg und seine Folgen. In Büchern und auf Tagungen erzählt er davon, als hätte er alles selbst erlebt. Jetzt wird er achtzig Jahre alt.
Der Würzburger Historiker Benjamin Hasselhorn schmiedete in neurechter Gesellschaft Schlachtpläne für den Kampf um die Seele der Deutschen. Heute schwiege er lieber darüber. Dass Studenten auf korrekte Autorenangaben Wert legen, soll Rufmord sein.
Die Erben des im KZ Dachau gestorbenen Kunstsammlers Fritz Grünbaum haben einen weiteren juristischen Sieg errungen. Doch das Art Institute of Chicago will das nicht ohne Weiteres akzeptieren.
Heute wollen Wissenschaftler und Medienschaffende aus den USA unter Trump auswandern. Bis zum Ersten Weltkrieg zog es hingegen Hunderttausende jährlich dorthin – für ein besseres Leben. Bis ein republikanischer Präsident die Einwanderungspolitik verschärfte.
Lange haben sich Historiker gewehrt, Donald Trump und andere Rechtspopulisten mit den Faschisten der 1930er Jahre zu vergleichen. Doch in Trumps zweiter Amtszeit gibt es viele Parallelen.
Am Ende seines „Zauberbergs“ schildert Thomas Mann den Ersten Weltkrieg – mit Worten, die an Ernst Jüngers „Stahlgewitter“ erinnern. Eine neue Analyse zeigt: Das war wohl kein Zufall.