Ein Dichter für das Kind im Erwachsenen, ein rastlos reisender Aufsteiger, der nirgendwo heimisch wurde: Sabrina Sadowskas neues Ballett „Hans Christian A.“ feierte in Chemnitz seine Uraufführung.
Auf einen glücklichen Start in seiner Heimat Kopenhagen folgten Erfolge und ein Skandal beim New York City Ballet: Der Tänzer und Choreograph Peter Martins, der von Balanchine gefordert und gefördert wurde, wird 80 Jahre alt.
In Russland wird sie gefeiert und von Gazprom unterstützt, aber in Deutschland sollte sie nicht auftreten: Warum ein neues Tanzensemble seine Auftritte besser ohne die russische Ballerina Diana Vishneva absolviert.
Aus den höfischen Bühnen entwickelte sich hierzulande eine einzigartige Tanzlandschaft. Ballettkompanien bewahren nicht nur Werke, sondern auch Erfahrung und künstlerische Freiheit.
Als Boxer hatte er gelernt, für alles gerade zu stehen: Edward Villella war einer der wenigen Jungen in der Ballettschule von George Balanchine und wurde dessen Erbe. Noch mit 90 Jahren gibt er die Tanzlehre des Meisters weiter.
Bühnenzauberei über das Älterwerden, heiter, melancholisch, unfassbar komisch und albern: Sidi Larbi Cherkaoui und Martin Zimmermann geben uns in ihrem Stück „Has Been“ faszinierende Rätsel auf.
Die blutige Lehre des Zentauren: Der israelische Choreograph Adi Boutrous zeigt beim Internationalen Tanzfestival in Chemnitz, wie sich der Terroranschlag der Hamas auf Israel auf der Bühne gestalten lässt.
Juri Possochow, Hauschoreograph des San Francisco Ballet, arbeitet trotz des russischen Angriffskriegs weiterhin gern in Moskau oder Sankt Petersburg. Jetzt hat ihn Intendant Christian Spuck ans Staatsballett Berlin eingeladen. Warum?
Sportliche Leistung, Kitsch, Gesellschaftskommentar: Darum geht es im Tanz nicht, wenn er Kunst sein soll. Kluge Kritik misst Aufführungen an seiner eigentlichen Aufgabe.
Charisma-Prüfung: Das Bayerische Staatsballett bringt in „Waves and Circles“ drei Choreographien zur Aufführung, darunter eine Uraufführung von Emma Portner.
Die Durchlässigkeit der Welt und der getanzte Glaube an die Kunst: François Chaignaud und Nadia Larcher mit „Último helecho“ zu Gast bei den Berliner Festspielen.
Das Tanztheater von Pina Bausch, die 2009 verstarb, schrumpft in Wuppertal, statt weltweit Ausstrahlung zu entfalten: Ein Gespräch mit ihrem Verleger Rudolf Rach.
Bei ihm ging immer alles von der Musik aus und mündete in der lebendigen Bewegung des Tanzes: Zum Tod von Hans van Manen, dem letzten der großen charismatischen Choreographen des zwanzigsten Jahrhunderts.
Hans van Manen, einer der bedeutendsten Choreographen der Gegenwart, ist im Alter von 93 in Amsterdam gestorben. Seine Werke werden auf der ganzen Welt gespielt.
Lloyd Riggins wurde 1969 in New York geboren und ist seit 1995 in Hamburg. Im Interview spricht der Leiter des Hamburger Balletts über Kunst als Arbeit, das Erbe der Tanzgeschichte, Romantik – und den Dämon des Solisten.
Ohne Witz, These oder Sinn für Pointen und Spannungsbögen: Sidi Larbi Cherkaoui scheitert in Genf mit „Bal impérial“ an der Musik von Johann Strauss Sohn.
Der Choreograph und Regisseur Michael Laub zeigt seine neue Videoinstallation „Snapping 2025/Snap Dance“ in Kambodscha. Porträt eines Rebells, der sich sonst der Vergänglichkeit der Live Arts verschrieben hat.
Elle Sofe Sara choreographiert als erste Samin für Norwegens Nationalballett. Nicht nur der große Anteil samisch gekleideter Zuschauer bei der Premiere von „Láhppon/Lost“ zeigt, welche symbolische Bedeutung das hat.
Zeitgenössischer Tanz mit Verstand und Herz zur Musik von Gustav Mahler: „Abschied“ von Emanuel Gat als Uraufführung bei der Dresden Frankfurt Dance Company.
Alexei Ratmansky zeigt, wie faszinierend es ist, wenn der klassische Tanz eine Sprache der Gegenwart spricht: Das Wiener Staatsballett brilliert mit „Kallirhoe“ in einer europäischen Erstaufführung.
Wer die Karriereleiter erklimmen will, sollte Ballettunterricht nehmen: „Delay the Sadness” von Sharon Eyal als Uraufführung bei der Ruhrtriennale in Bochum.
Balanchines Botschafterin und die seiner Kunst ist sie bis heute geblieben: Die amerikanische Ballettänzerin Suzanne Farrell feiert heute ihren achtzigsten Geburtstag.
Nixe im Rollstuhl: John Neumeier eröffnet mit seinem Ballett „Die kleine Meerjungfrau“ die Hamburger Ballett-Tage und rettet noch einmal sein Ensemble.
Wie ein Maler, der in sein Atelier einlädt: Trajal Harrell gewährt beim Holland Festival faszinierende Einblicke in seine Schaffensweise und sein Denken.
Chemnitz wird zur Bühne für Joyces „Ulysses“. Tanzgruppen beleben die Stadt mit kreativen Interpretationen des Romans: Ein kulturelles Highlight in der Kulturhauptstadt 2025.
Schneller, intelligenter, politischer: „Other Dances“ des Niederländischen Nationalballetts werden in Amsterdam zur Demonstration all dessen, was Tanz heute noch vermag.
Hofesh Shechter gehört zu den größten Choregraphen der Gegenwart. Sein neues Tanzstück „Red Carpet“ verwandelt das Pariser Palais Garnier in einen alten Nachtklub und versetzt Mitwirkende wie Zuschauende in existenzielle Zustände.
Schon seit Wochen war die Stimmung beim Hamburg Ballett schlecht. Solisten kündigten, Tänzer beschwerten sich über ein „toxisches Arbeitsklima“. Das hat nun Konsequenzen für den Intendanten.